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Stephan Koltzk ließ sich nach hinten fallen. Direkt nach der Zieldurchfahrt wurde ihm bewusst: Der Traum vom Gewinn einer olympischen Medaille geht in Athen nicht in Erfüllung.
Vierter wurde der Deutschland-Achter in einem packenden Finale, das die USA vor den Niederlanden und Australien für sich entschied. Weltmeister Kanada kam gar nur auf den fünften Platz, dahinter Frankreich.
„Mittelabschnitt war extrem schlecht“
Dabei sah es zu Rennbeginn noch gut aus: Der Deutschland-Achter fuhr die ersten 500 Meter in der zweitbesten Zeit, hinter den USA. „Der Mittelabschnitt war aber extrem schlecht. Nach 1.000 Metern wurde die ganze Ruderei zäh. Das ist mir unerklärlich“, sagte Bundestrainer Dieter Grahn. So schossen zunächst die Australier und schließlich auch noch die Niederländer gerade zu am deutschen Flaggschiff vorbei, das nicht mehr mithalten konnte. Über vier Sekunden waren die Holländer auf dem dritten Teilabschnitt schneller. „Dass sie so ein Feuerwerk abfeuern werden, daran hätte ich im Traum nicht gedacht“, meinte Schlagmann Michael Ruhe.
Schwacher Trotz: Kanada bezwungen
Ein schwacher Trost war es schließlich, dass der deutsche Achter wenigstens noch das Duell um Platz vier gegen die Kanadier auf den letzten Metern für sich entschied. Ruhe: „Jetzt haben wir den Weltmeister zum ersten Mal seit drei Jahren geschlagen. Weitergebracht hat uns das in diesem Rennen aber auch nicht.“ Denn das Maß der Dinge war eben nicht Kanada, sondern die USA, die Niederlande und Australien.
Vier Sekunden Rückstand auf den Bronze-Rang da musste Dieter Grahn zugeben: „Wir sind klar an einer Medaille vorbei gerudert. Das war schon ein deutlich Klassenunterschied. Wir sind an unserer Zielstellung vorbei geschrammt.“
Das Ergebnis: 1. USA 5:42,48, 2. Niederlande 5:43,75, 3. Australien 5:45,38, 4. Deutschland (Sebastian Schulte, Stephan Koltzk, Jörg Dießner, Thorsten Engelmann, Jan Martin Bröer, Enrico Schnabel, Ulf Siemes, Michael Ruhe, Steuermann Peter Thiede) 5:49,43, 5. Kanada 5:51,66, 6. Frankreich 5:53,31.
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