Interview mit...
...Maximilian Reinelt
Meine Mutter hat mich mit 14 Jahren zum Rudern geschickt. Meine Motivation Sport zu treiben, war zu dieser Zeit besonders hoch, da ich beim Waldlauf gegen meine Schwester verloren hatte. Da musste ich was tun.
Welchen Sportarten gehst du sonst noch nach?
Alles, was man mit dem Rad machen kann. Im Winter gerne Ski-Langlauf.
Was ist dein schönstes Rudererlebnis?
Henley 2010 war die bisher schönste Regatta. Neben dem ungewöhnlichen Modus nur gegen ein anderes Boot zu fahren, ist besonders die Stimmung und Atmosphäre einzigartig. Die traditionelle Kleidung und der Kult um das Rennen machen es zu meinem Highlight.
Was ist dein verrücktestes Rudererlebnis?
Beim Frühtest in Brandenburg bin ich mit meinem Partner gekentert - ohne überhaupt einen Schlag zu machen! Der Ausleger war bei meinem Partner abgebrochen, woraufhin durch den versuchten Schlag meinerseits das Boot kenterte.
Dein Lieblingswettkampf/-rennen?
Henley.
Welche Sportler/Menschen sind deine Vorbilder?
Duncan Free und Drew Dinn aus Australien.
Was macht für dich den Mythos Deutschland-Achter aus?
Den Deutschland-Achter kennen einfach generationsübergreifend sehr viele Leute. Jetzt selbst ein Teil davon sein zu dürfen, ist einfach super. Das Zusammenspiel von neun Leuten, die sich voll aufeinander verlassen müssen und können, macht das Boot einzigartig.
Wenn der Achter ein Auto wäre, welches wäre er?
Der Deutschland-Achter ist der Bus vom A-Team.
Deine Position im Boot?
Position 2
Was zeichnet die Position aus?
Man muss einen guten Überblick haben und den Schlag gut übernehmen können.
Was bedeutet Olympia für dich? Was verbindest du damit?
Olympia ist mein großes Ziel schon seit Jugend an. Es wird so viel Positives davon erzählt, dass ich unbedingt einmal dabei sein möchte. Es ist einfach ein Mythos!
Was ist dein Olympia-Traum?
Gold! Dafür bin ich jeden Tag im Stützpunkt.
Was würdest du machen, wenn ihr Olympiasieger werdet?
Auf jeden Fall würde ich in einem Interview unmittelbar nach dem Sieg nicht sagen: „Ich habe es noch nicht realisiert.“ Wenn wir als Erster über die Ziellinie fahren würden, wüsste ich sofort, dass es geschafft ist und wäre außer mir vor Freude.
Was bedeutet für dich, dass die Olympischen Spiele im Heimatland des Rudersports stattfinden?
Das wird einen Riesen-Rummel geben. Die Briten sind begeisterte Ruder-Fans. Henley zeigt dies jedes Jahr auf außergewöhnliche Weise. Das werden sicherlich ganz besondere Ruder-Spiele.
Welche Teams siehst du als Hauptkonkurrenten um den Achter-Titel?
Die Briten betreiben das Rudern komplett professionell. Zudem werden die Länder mit College-System ganz weit vorne dabei sein. Kanada und USA sind bei Olympia ganz heiße Favoriten.


