Olympische Winterspiele: Auch die Ruderer drücken die Daumen


Zuletzt standen die Ruderer aus dem "Team Deutschland-Achter" im Trainingslager in St. Moritz selbst auf Skiern.


Felix Wimberger (3.v.li.) hat sich darüber gefreut, "wie ein kleines Kind".


Malte Jakschik (li.) will versuchen, möglichst viele Entscheidungen bei Olympia zu sehen.




 

Seit heute schaut die Sportwelt gebannt nach Pyeongchang in Südkorea, wo die Olympischen Winterspiele just begonnen haben. Auch das „Team Deutschland-Achter“ freut sich auf Olympia – diesmal als Zuschauer vor dem Fernseher. Immerhin hatten die Ruderer vor kurzem im Trainingslager in St. Moritz selbst noch Skier unter den Füßen und sind vom Wintersport-Virus voll angesteckt. Die Olympia-Teilnehmer von Rio de Janeiro Felix Wimberger und Malte Jakschik verraten, auf welche Wettbewerbe sie sich in den nächsten zwei Wochen besonders freuen.

Wimberger trägt das Wintersport-Gen in sich
„Ich kann mich speziell für Biathlon, Snowboard und Langlauf begeistern, grundsätzlich versuche ich aber, so viele Sportarten wie möglich bei Olympia zu sehen. Ich finde das alles beeindruckend“, sagt Felix Wimberger, der in Passau geboren ist und dementsprechend auch ein Wintersport-Gen in sich trägt: „Bevor ich gerudert habe, stand ich auf Skiern und dem Snowboard. Das habe ich als kleines Kind dann auch immer gerne im Fernsehen angeschaut.“

„Gefreut wie ein Kind über das Trainingslager“
Für eine Karriere als Skifahrer hat es aber nicht gereicht: „Dafür habe ich wohl die falschen Voraussetzungen, bin viel zu schwer. Außerdem ist mir manches auch zu gefährlich, wenn ich da an Skispringen oder Abfahrtslauf denke.“ Das Ski-Langlauf-Trainingslager des „Team Deutschland-Achter“ hat Wimberger hingegen gut in den Kram gepasst: „Ich habe mich gefreut wie ein Kind, als ich es erfahren habe. Ich komme ja fast gar nicht mehr zum Skifahren, für mich war das Trainingslager überragend. Auch mal wieder so viel Schnee um sich zu haben, war für mich Glück pur.“

Für Jakschik ist Olympia auch im TV der Höhepunkt
Malte Jakschik kommt zwar aus Bonn – und damit nicht gerade aus einem Skigebiet – das Trainingslager in St. Moritz war aber auch für den Silber-Gewinner von Rio eine spannende Erfahrung: „Ski-Langlauf hat mir viel Spaß gemacht, das war eine willkommene Abwechslung. Früher war Rodeln die einzige Wintersportart, die ich mal ab und zu gemacht habe.“ Im Fernsehen hat der 24-Jährige hingegen schon immer Wintersport geschaut: „Ich bin allgemein ein großer Sportfan und neben dem Fußball ist es manchmal ja gar nicht so einfach, noch Sport im TV zu finden. Deswegen bin ich für so etwas sehr dankbar, wo dann fast alles übertragen wird. Und Olympia ist ja sowieso ein Höhepunkt.“

Beste Wünsche für die deutschen Sportler
So wird auch Jakschik mitfiebern und die Daumen drücken, wenn Viktoria Rebensburg beim Riesenslalom den Berg hinunterrast, wenn Richard Freitag von der Skischanze fliegt, wenn Laura Dahlmeier mit dem Luftgewehr die Ziele anvisiert oder die deutschen Bob-Fahrer durch den Eiskanal brettern. „Ich habe zwar keinen direkten Draht zu einem der Sportler, aber kenne viele von Veranstaltungen, zum Beispiel von der Deutschen Sporthilfe. Bei denen werde ich natürlich etwas genauer hinschauen, aber ich wünsche grundsätzlich allen deutschen Sportlern alles Gute.“ Den Wünschen schließt sich Wimberger an: „Ich drücke der gesamten deutschen Mannschaft die Daumen. Ich denke, als Wintersport-Nation haben wir gute Medaillenchancen.“


09.02.2018 | von Felix Kannengießer