„Gut gearbeitet“ in St. Moritz - Ski-Trainingslager kommt gut an


In den malerischen Schweizer Bergen waren die Ruderer auf Skiern unterwegs.


Beim Ski-Langlauf wurden große Strecken absolviert, die Sportler hatten aber auch ihren Spaß...


...und konnten abends im Hotel landestypische Speisen genießen.


Nachmittags ging es in den Kraftraum oder auf das Ergometer.



 

Mit einem äußerst positiven Fazit ist das Team Deutschland-Achter am Mittwoch vom Winter-Trainingslager in St. Moritz nach Dortmund zurückgekehrt. „Es war sehr gut, es hat alles so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagt Trainer Uwe Bender: „Das Skifahren war mal eine andere Art der Belastung und hat uns sicher nach vorne gebracht.“ Die ersten Grundlagen in Sachen Kraft und Fitness sind gelegt, jetzt ist es Zeit, zurück ins Ruderboot umzusteigen. Am Samstag geht es wieder auf den Dortmund-Ems-Kanal.

Nach zwei Wochen harter Arbeit in der Schweiz bekamen die Athleten nach der Rückkehr einen freien Tag, am Freitag-Nachmittag steht dann zunächst Krafttraining an, bevor am Samstag wieder die Ruderboote aus der Bootshalle geholt werden. Zuvor hatten die Sportler nur Bretter unter den Füßen: Anstatt wie in den vorigen Jahren in Europas Süden, ging es diesmal zum Trainingslager in die winterliche Schweiz. In St. Moritz standen vor allem Skilanglauf-Einheiten auf dem Programm.

Strecken bis über 30 Kilometer Länge
Bei ordentlichem Schneetreiben erkundeten die Ruderer auf Skiern täglich die Schweizer Berge. „Es wurden schon mächtige Strecken gefahren, wie ein kleiner Marathon, teilweise über 30 Kilometer“, berichtet Bender, der selbst zu Fuß unterwegs war: „Die Natur dort ist wirklich herrlich.“ Natürlich waren die Sportler aber nicht nur für die schöne Aussicht gekommen, in St. Moritz wurde ordentlich geackert. Nach den Ski-Einheiten ging es regelmäßig zum Training in den Kraftraum oder auf das Ergometer, um die ersten Grundlagen für die Saison zu legen.

Bender: „Bedingungen waren top“
„Vom Umfang her war es ordentlich, wir haben um die 25 Stunden pro Woche trainiert. Die Sportler waren sehr motiviert und haben gut gearbeitet. Es war ein richtig guter Zug in der Truppe“, sagt Bender, der auch mit der Wahl des Ortes zufrieden war: „Das Wetter war nicht immer schön, aber ansonsten waren die Bedingungen vor Ort top. Das Hotel war gut und auch das Essen hatte eine ordentliche Qualität – das ist ja nicht ganz unwichtig, weil die Sportler am Tag ungefähr 7000 Kalorien verbrennen.“ An Silvester ging es im Hotel nach einem Festessen eher entspannt zu, einige der Ruderer verbrachten den Jahreswechsel anschließend in St. Moritz.

Trebbow: Armbruch im Kraftraum
Einen Wermutstropfen gab es im Trainingslager dennoch: Michael Trebbow hat sich beim Bankdrücken erneut den linken Arm gebrochen. Er wurde in der Schweiz schon operiert und fällt erst einmal aus. Ansonsten sind die Knochen der Ruderer beim Skifahren heil geblieben, lediglich der eine oder andere Schnupfen hatte sich eingeschlichen. „Das kann beim Training in der freien Natur schon mal vorkommen. Bis auf den unglücklichen Ausfall von Michael Trebbow sind wir rundum zufrieden mit dem Trainingslager in St. Moritz“, so Bender abschließend.


11.01.2018 | von Felix Kannengießer