Ehrungs-Marathon von Baden-Baden über Hamburg bis Dortmund


Der Deutschland-Achter bei der Gala zum Sportler des Jahres in Baden-Baden...


...und beim Felix-Award in Düsseldorf.


Ein Highlight war die Auszeichnung von der Fisa als "Male Crew of the Year" in London.


Torben Johannesen hat die Sportlerwahl in seiner Heimat Hamburg gewonnen.


Für Hannes Ocik kann noch abgestimmt werden, ebenso wie für Malte Jakschik und das Team Deutschland-Achter bei der Wahl der Mannschaft des Jahres in Dortmund.




 

Der Deutschland-Achter hat im Jahr 2017 Eindruck hinterlassen und eine starke Siegesserie hingelegt, gekrönt mit der Weltbestzeit in Posen (Polen) sowie dem Titel bei der Weltmeisterschaft in Sarasota (USA). Dafür haben die Mannschaft, aber auch die einzelnen Sportler allerlei Ehrungen erhalten. Wer bei den Abstimmungen auf welchem Platz gelandet ist, und wo man noch für seinen Favoriten wählen kann, zeigt unser Überblick.

Bei der bundesweiten Wahl zur Mannschaft des Jahres 2017 landete der Deutschland-Achter knapp hinter dem Beachvolleyball-Duo Kira Walkenhorst/Laura Ludwig auf Platz zwei. „Man hat gemerkt, dass die Wertschätzung uns gegenüber hoch ist und man doch mehr wahrgenommen wird, als man selbst denkt“, sagte Felix Wimberger bei der Sportler-des-Jahres-Gala in Baden-Baden. Eine Stufe höher ging’s beim Felix-Award in Düsseldorf: Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres in Nordrhein-Westfalen holten sie die Trophäe zum sechsten Mal ans Ruderleistungszentrum nach Dortmund.

Erster Fisa-Award als „Male Crew of the Year“
Eine besondere Ehre war die Auszeichnung als „Male Crew of the Year“. Als erste deutsche Herrenmannschaft nahm der Deutschland-Achter die Gold-Medaille bei den Fisa-Awards in London entgegen. „Das war ein ganz besonderer Abend für uns, ein Riesen-Ding. Es war toll, dabei zu sein, auch wenn die Anreise etwas hektisch war. Wir haben morgens noch gerudert, sind dann mittags rüber geflogen und am nächsten Morgen um acht Uhr zurück nach Dortmund, um mittags wieder zu trainieren“, erzählt Maximilian Planer, der in seiner Heimat ebenfalls ausgezeichnet wurde.

Planer und Sauer knapp hinter den Leichtathleten
Bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2017 in Sachsen-Anhalt landete der 26-Jährige auf dem zweiten Platz hinter Zehnkämpfer Rico Freimuth. „Ich wohne nicht mehr dort, trotzdem haben mich die Menschen dort bedacht. Das hat mich sehr gefreut, denn ich bin mit meiner Heimat noch sehr verbunden. Ich wäre gerne öfter da, und es ist mega schade, dass ich bei der Ehrung nicht vor Ort sein konnte“, sagt Planer, der genau an diesem Tag bei den Fisa-Awards in London war. Gleiches gilt für Martin Sauer, der Vierter bei Berlins Sportlerwahl wurde und hinter Robert Harting das Treppchen nur um 0,25 Prozent verpasste.

Torben Johannesen siegt in Hamburg
Torben Johannesen konnte sich über die Auszeichnung als Hamburgs Sportler des Jahres freuen. „Es ist schön, wenn die Leistung so anerkannt wird. Wir haben das ganze Jahr lang unseren Blick nur auf das Training und die Wettkämpfe gelegt. Die Ehrungen waren eine willkommene Abwechslung“, sagt Torben Johannesen: „Hamburg ist meine Heimatstadt und für mich die schönste, die es gibt. Hier zu gewinnen, hat mir viel bedeutet.“ Bruder Eric hielt bei der Sportgala in der Volksbank Arena die Laudatio und fand rührende Worte: „Heute bin ich es, der auf ihn schaut. Er ist der Maßstab, an dem man sich messen muss.“

Ocik-Wahl läuft noch bis zum 13. Januar
Auch Finn Schröder ging bei der Sportlerwahl in seiner Heimat, in Schleswig-Holstein, als Sieger hervor. Er folgt damit den erstplatzierten Ruderern der letzten Jahre: Lars Hartig, Maximilian Munski und Lauritz Schoof. Bei Hannes Ocik läuft das Rennen noch: Bis zum 13. Januar kann jeder im Internet bei der Wahl des Sportler des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern für seinen Favoriten abstimmen (www.mv-sportlerdesjahres.de). Und auch für Malte Jakschik, der zur Wahl Sportler des Jahres im Kreis Recklinghausen steht, kann noch gevotet werden: Kreissportlerwahl Recklinghausen (www.recklinghaeuser-zeitung.de). Bei Johannes Weißenfeld, der bereits zweimal in Folge Sportler des Jahres im Ennepe-Ruhr-Kreis war, steht die Entscheidung erst im März an.

Deutschland-Achter als Mannschaft des Jahres in Dortmund zur Wahl
Der Deutschland-Achter steht darüber hinaus noch als Mannschaft des Jahres 2017 in Dortmund zur Wahl. Abgestimmt werden kann noch bis zum 14. Januar unter: https://www.ruhrnachrichten.de/Lokalsport/Dortmund/Alle-Kandidaten-im-Video-Portraet-1242399.html

Der Blick geht nach vorne
Für die Ruderer, die sich aktuell im Trainingslager in St. Moritz befinden, hat derweil die Vorbereitung auf die neue Wettkampf-Saison schon längst begonnen. Richard Schmidt, der in Rheinland-Pfalz als Sportler des Jahres nominiert ist und am 7. Januar das Ergebnis von der Schweiz aus nur im Fernsehen schauen kann (SWR, 22.30 Uhr), blickt deswegen nach vorne: „Auf die Ehrungen können wir stolz sein, dürfen uns darauf aber nicht ausruhen und müssen sehen, dass wir für die nächste Saison wieder top vorbereitet sind.“


05.01.2017 | von Felix Kannengießer