Jeder fängt mal klein an


Malte Jakschik als Steuermann im Achter beim "Head of the River" in London...


...und im Doppelvierer beim Bundeswettbewerb.


Später stieg Jakschik dann in den Doppelzweier um.


Malte Jakschik beim aktuellen Team-Fotoshooting.


Alle Teile der Serie: Mein erstes Mal... 

Malte Jakschik ist im Deutschland-Achter eine verlässliche Größe, Weltmeister, Serien-Europameister und Silber-Medaillen-Gewinner von Olympia in Rio. Was man sich heute bei dem 1,94 Meter großen Modellathleten gar nicht vorstellen kann: Früher war er eher klein und schmächtig, Sport nicht so sein Ding. Lieber hing der junge Jakschik an der Gitarre. Bei einem Schnupperkurs des Rudervereins Rauxel im Jahr 2004 kam der doch auf den Geschmack und entwickelte sich – erst als Steuermann, dann auch als Ruderer – Schritt für Schritt weiter.

Seit 2014 sitzt der 24-Jährige nun schon im Deutschland-Achter, seine ruderische Heimat hat er dabei nie vergessen. Wenn die Zeit es zulässt, nimmt Jakschik für den RV Rauxel an den Sprint-Meisterschaften teil – übrigens immer noch mit seinem ersten Ruderpartner. Zuletzt holte er 2016 im Doppelvierer DM-Gold über die 350 Meter für die Grün-Weißen. „Ich habe das Glück, dass ich nicht weit weg wohne und mehrmals im Jahr in Castrop-Rauxel sein kann. Ich habe eine enge Verbundenheit zu meinem Heimatverein, dort sind viele enge Freunde von mir, der Club hat mir immer Spaß bereitet und mich unterstützt“, lobt Jakschik.


Mein erstes Mal (im Ruderboot)… war mit neun Jahren. Ich war ein kleiner Wicht und habe als Steuermann angefangen. Ich bin dann aber relativ schnell gewechselt. Drei Jahre später bin ich so gewachsen, dass ich auf der Steuermann-Position sowieso nicht mehr genug Platz hatte.

Mein erstes Boot… hieß Robby und hat mich nicht lange gehalten – ich bin direkt gekentert. Das Boot gibt es übrigens immer noch, das habe ich letztens noch in Castrop-Rauxel gesehen.

Mein erster Club… war und ist der Ruderverein Rauxel.

Mein erster Trainer… waren Max (Pregler) und Moritz (Hassel). Mit den beiden hat für mich alles angefangen, sie haben mir von Anfang an viel Spaß vermittelt.

Mein erster Ruderpartner… war Michel Palisaar. Wir haben viele gute Jahre zusammen gehabt und bis zu den Junioren zusammen im Zweier gerudert. Als Junioren-A sind wir auch zusammen zur WM gefahren. Wenn es für mich zeitlich passt, sitzen wir bei den Sprint-Meisterschaften für unseren Club immer noch zusammen im Ruderboot.

Meine erste Entwicklung… kann ich nicht genau beschreiben. Ich denke, bei mir ging das Stück für Stück. Den krassesten Sprung habe ich wohl gemacht, als ich mich in meinem zweiten U23-Jahr im A-Kader beweisen durfte.

Meine erste Regatta… im Einer war im wahrsten Sinne des Wortes ein Reinfall. Das war 2005 in Oberhausen. Ich war richtig langsam und bin dann auch noch baden gegangen. Nach dem ersten Wettkampf hatte ich erst einmal kurz Panik vor dem Rudern im Skiff.

Meine erste Medaille… war auf jeden Fall eine Steuermann-Medaille, an die ich mich aber nicht mehr genau erinnern kann. Im Einer habe ich eine Weile gebraucht, bis ich eine Medaille gewonnen habe.

27.12.17 I von Felix Kannengießer