Umstieg in den Zweier: „Es macht gleich wieder viel Spaß“


Johannes Weißenfeld nach dem WM-Sieg in Sarasota.


Es sind die Wochen der Langstrecke: Nach dem Sieg beim Basel-Head im Deutschland-Achter bereiten sich die Ruderer auf die Sechs-Kilometer-Langstrecke in Dortmund vor. Drei Fragen an... Johannes Weißenfeld.

Ein kurzer Rückblick auf die Langstrecke in Basel: Das war ein perfekter Einstieg ins Herbst-/Wintertraining, oder wie würdest du es beschreiben?
Johannes Weißenfeld: In Basel sind wir zum ersten Mal wieder zusammen gekommen, nachdem alle einige Wochen nicht im Boot saßen. Nach der Pause war es ein sehr guter Einstieg. Wir waren direkt wieder schnell unterwegs, haben einige unserer Stärken wieder gefunden und uns im Wettkampf noch gesteigert.

Jetzt konzentriert ihr euch wieder auf das Zweiertraining. Wie leicht oder schwer ist dir der Umstieg vom Großboot in den Zweier gefallen?
Johannes Weißenfeld: Ehrlich gesagt gar nicht schwer. Es macht gleich wieder viel Spaß, im Zweier zu fahren. Das macht es leichter. In Dortmund bin ich mit vielen verschiedenen Ruderern zusammen gefahren. An diesem Wochenende bin ich in Hamburg, um mich mit meinem Zweierpartner Torben Johannesen auf die Langstrecke in Dortmund vorzubereiten. Wir sind in Hamburg, weil in seinem Klub, dem Ruderclub Bergedorf, die Siegerfeiern stattfinden, zu der auch ich eingeladen bin. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist wichtig, weil man ja auch seinem Verein einiges zurückgeben muss.

Du hast es angesprochen: Mit der Langstrecke in Dortmund steht am ersten Advent-Wochenende der erste nationale Wettkampf an. Als Sieger der Leipzig-Langstrecke im April dieses Jahres hofft ihr auch wieder auf einen vorderen Platz, oder?
Johannes Weißenfeld: Es ist unser Anspruch, dass wir uns in Dortmund vorne platzieren wollen. Auch wenn wir deutlich weniger Trainingskilometer als andere hatten, ist es möglich, auf einen vorderen Platz zu rudern. Wir wissen, wie sich der andere bewegt. Außerdem hat ja jeder von uns individuell trainiert und hier auch Fortschritte gemacht. Ich habe schon in der freien Zeit viel Krafttraining gemacht, damit ich die zur WM aufgebaute Kraft beibehalte und auf einem guten Level ins Wintertraining einsteigen kann. Das hatte ja im Vorjahr auch schon gut funktioniert.

25.11.17 I Interview: Carsten Oberhagemann