Vierer mit starker Kraftprobe direkt ins WM-Halbfinale


Direkt ins Halbfinale: Der Vierer ohne Steuermann mit Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Laurits Follert und Wolf-Niclas Schröder


Daumen hoch: Wolf-Niclas Schröder.


PLatz zwei im Vorlauf: Finn Schröder, Malte Großmann und Jonas Wiesen (verdeckt) Zweier mit Steuermann.


Unnötiger Ballast über Bord: Der "Wassertaxi" kurz vor dem Start.


Vorbereitung auf den Vorlauf am Dienstag: Der Deutschland-Achter bei einer Trainingseinheit.


Der Vierer ohne Steuermann setzte zum WM-Auftakt eine starke Kraftprobe und zog als hervorragender Vorlauf-Zweiter hinter Olympiasieger Großbritannien direkt ins WM-Halbfinale in Sarasota ein. „Wir sind das Rennen verhaltener als sonst angegangen und konnten unseren Plan durchziehen“, meinte Wolf-Niclas Schröder nach der ersten Duftmarke des jungen Quartetts.

Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Laurits Follert und Wolf-Niclas Schröder gerieten bei fairen Seitenwind-Verhältnissen auf der Strecke im Nathan Benderson Park nie in Gefahr, den direkten Halbfinaleinzug zu verpassen. Sie hatten sich gut auf den Wind eingestellt und die Boote aus Österreich, Südafrika und Frankreich sicher im Griff. Auch die klimatischen Bedingungen konnten das  deutsche Quartett nicht vom Kurs abbringen. „An die Hitze haben wir uns gewöhnt, aber die hohe Luftfeuchtigkeit und die Sonne kurz vor dem Start merkt man schon extrem“, sagte Wolf-Niclas Schröder.

„Wassertaxi“ nach „gutem Fight“ knapp Zweiter
Der Zweier mit Steuermann schnupperte am direkten Finaleinzug, belegte am Ende nach einem guten Vorlauf den zweiten Platz. Im Ziel betrug der Rückstand auf Australien eine knappe halbe Sekunde. „Das war ein ganz guter Einstand. Wir haben uns nicht versteckt und den Australiern einen guten Fight geboten“, sagte Steuermann Jonas Wiesen. Bis zur Streckenhälfte lag das deutsche „Wassertaxi“ mit Finn Schröder, Malte Großmann und Wiesen in Führung, musste auf den dritten 500 Metern das australische Boot passieren lassen. Erst im Schlussspurt kam das deutsche Trio wieder stark auf und heran. Im Ziel fehlte ein Luftkasten. Bei drei Zwischenzeiten war das deutsche Boot schneller, aber auf dem dritten Abschnitt fast zwei Sekunden langsamer. „Jetzt müssen wir den Hoffnungslauf nutzen, um unsere Stärken auszubauen und die Schwächen zu bekämpfen. Dann sind wir gut vorbereitet fürs Finale“, erklärte Trainer Peter Thiede.

Deutschland-Achter trifft auf Gastgeber USA
Der Deutschland-Achter steigt am Dienstag ins Regattageschehen ein und trifft dann in seinem Vorlauf um 13.40 Uhr Ortszeit/19.40 Uhr MESZ auf die Boote aus der Ukraine, Rumänien, Neuseeland, Polen und den USA. „Es ist interessant gegen die unbekannte Größe USA zu fahren, auch die Polen und Rumänien schätzen wir relativ hoch ein. Aber für uns ist es ganz klar ein Vorlauf, in dem es ums Gewinnen geht“, sagte Bundestrainer Uwe Bender zur Auslosung und ergänzte: „Welcher Vorlauf der leichtere oder stärkere ist, kann ich nicht einschätzen. Die WM ist hier ein Neustart für alle. Wir wollen gucken, wo wir stehen und wie die anderen zugelegt haben. Nach den Vorläufen wissen wir mehr.“

WM-Ergebnisse:
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Großbritannien 6:00,18 Minuten, 2. Deutschland (Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Laurits Follert, Wolf-Niclas Schröder) 6:04,68, 3. Österreich 6:05,73, 4. Südafrika 6:10,45, 5. Frankreich 6:11,21.
Zweier mit Steuermann, Vorlauf: 1. Australien 6:59,41 Minuten, 2. Deutschland (Finn Schröder, Malte Großmann, Steuermann Jonas Wiesen) 6:59,88, 3. Ungarn 7:18,19.

24.09.17 I von Carsten Oberhagemann