„Ratzeburg bedeutet: Bald geht es los“ - Verregneter Medientag


Seit Montag auf dem Ratzeburger See unterwegs: der Deutschland-Achter.


Heute beobachtet von Medienvertretern.


Zwischenstop am Steg.


Der Deutschland-Achter auf dem wolkenverhangenen See.


Für kurze Zeit öffnete sich das Regenfenster doch: Am Medientag im Abschlusstrainingslager in Ratzeburg beantwortete der Deutschland-Achter alle Fragen der Journalisten und erfüllte zwölf Tage vor der Abreise zur Ruder-WM in den USA noch einmal alle Bilderwünsche der Fernsehteams und Fotografen.

Ein langes Wolkenband – mit wenigen Lücken - durchzog heute den Norden Deutschlands. Um den Dauerregen auszuweichen, verschob Bundestrainer Uwe Bender die morgendliche Trainingseinheit um eine Stunde. Verfolgt von drei Medien-Katamaranen ging es für eineinhalb Stunden hinaus auf den Ratzeburger See – eine der letzten längeren Einheiten, bevor ab morgen die Trainingsfrequenzen ansteigen und die Umfänge sinken. „Es wird kürzer, aber intensiver. Dadurch wird man auch frischer im Kopf“, meinte Felix Wimberger, der wie alle anderen aus seinem Team froh ist, dass die WM immer näher rückt: „Ratzeburg bedeutet: Bald geht es los. Es ist das Trainingslager, das am meisten Spaß macht, weil die meisten Einheiten wettkampfspezifisch gestaltet werden.“

"Die Sehnsucht nach dem WM-Titel ist sehr groß"
Selbst der ein oder andere Regenschauer bringt die Hochleistungsathleten nicht aus dem Vorbereitungs-Konzept. Die lange Saison mit fünf Wettkämpfen und einer außerordentlich langen Trainingslager-Phase seit Mitte Juli war kräftezehrend. Trotzdem sind die Ruderer und Steuermann Martin Sauer jeden der zahlreichen Trainingskilometer hochkonzentriert angegangen. „Es ist schwierig, sich monatelang jeden Tag für einen Wettkampf im Training voll reinzuhängen. Aber die Mannschaft hat eine gute Einstellung zur Arbeit. Denn auch wenn sie müde waren, halten die Ruderer ihren hohen Anspruch, ein neues Level zu betreten“, lobte Sauer seine Mitstreiter, die den WM-Start kaum abwarten können – und hier nur ein Ziel kennen: „Die Sehnsucht nach dem WM-Titel ist sehr groß. Wir wollen beim Saisonhöhepunkt ganz oben stehen, das motiviert mich megamäßig“, sagte Hannes Ocik voller Vorfreude, bevor es am Nachmittag dann erneut, aber diesmal bei Wind und Regen, hinaus auf den Ratzeburger See ging.

06.09.17 I von Carsten Oberhagemann