Wilo-Foundation fördert drei neue Stipendiaten


Die drei neuen Stipendiaten: Leon Schandl, Benedikt Oliver Müller und Jakob Gebel.


Jakob Gebel bei der U23-WM im Bug des U23-Achters.


Leon Schandl und Benedikt Oliver Müller (2.u.3.v.li.) mit Jonas Wiesen, Jacob Schulte-Bockholt und Lukas Geller.


 

Der Nachwuchs ist die Zukunft des „Team Deutschland-Achter“, deswegen fördert die Wilo-Foundation in diesem Jahr so viele Stipendiaten wie noch nie: Insgesamt neun junge Athleten vom Dortmunder Leistungsstützpunkt können sich in dieser Saison über eine zusätzliche Unterstützung freuen. Leon Schandl, Benedikt Oliver Müller und Jakob Gebel sind neu im Kreis der Stipendiaten. „Das gibt uns deutlich mehr Freiraum, uns auf den Sport zu konzentrieren“, sagt Schandl.

Neben Laurits Follert und Christopher Reinhardt – die den Sprung in das Team Deutschland-Achter in dieser Saison geschafft haben – sowie Marc Leske, Johannes Rentz, Anton Schulz und Steuermann Jonas Wiesen haben sich Schandl, Müller und Gebel die Förderung verdient. Besonders für die jungen Sportler, die oftmals gerade erst mit dem Abitur fertig sind, ist es nicht immer einfach, Leistungssport und Studium unter einen Hut zu kriegen. „Da ist das Stipendium eine gute Unterstützung“, meint Schandl, der nach seinem Abi an der Sportschule Minden ab Herbst Bauingenieurwesen an der TU Dortmund studieren will.

Spagat zwischen Lernen und Rudern
Die Schule hat er trotz der harten Vorbereitung auf die U23-WM souverän abgeschlossen. „Das war schon ein Spagat, ich war ja fast jedes Wochenende in Dortmund“, sagt der gebürtige Ludwigsburger, der zuletzt lange Zeit in Minden gewohnt hat. Nun ist Schandl nach Dortmund in eine WG mit seinem Ruderkollegen Lukas Geller gezogen. Im Ruhrgebiet will der 18-Jährige den nächsten Schritt machen: „Ich habe in meinem ersten U23-Jahr viele Erfahrungen mitgenommen, hab erstmals internationale Rennluft geschnuppert. An diese Leistungen will ich anknüpfen und mich weiter steigern.“

Müller: „Ein Stück weit unabhängiger“
Zuletzt saß Schandl bei der U23-WM im Ersatz-Zweier mit Benedikt Oliver Müller, für den es ein kurzer Ausflug zu den Stipendiaten ist. In der kommenden Saison muss er sich als A-Kader-Athlet beweisen. „Das wird eine komplett neue Erfahrung und eine große Motivation für mich, bis jetzt habe ich da nur ab und zu ausgeholfen“, sagt Müller, der sich über die Unterstützung im letzten U23-Jahr dankbar zeigt: „Man ist ein Stück weit unabhängiger – und ich muss meinen Eltern nicht immer auf der Tasche liegen.“

Der gebürtige Essener wohnt seit 2013 mit seinem Bruder Lukas in Dortmund zusammen. In der vergangenen Saison hatte sich der 22 Jahre alte Wirtschaftsingenieurswesen-Student ruderisch mehr vorgenommen, den Kopf will er beim Triathlon frei bekommen: „Es ist gut, etwas Abstand zu gewinnen, um dann befreit in die Saison zu starten. Ich will auf dem Ergometer und im Ruderboot zulegen.“

Gebel hat sich viel vorgenommen
Der letzte im Bunde der neuen Stipendiaten ist Jakob Gebel, der in der kommenden Saison in sein drittes U23-Jahr startet. „Ich habe mich sehr über das Stipendium gefreut, es ist auch eine Anerkennung für die Arbeit, die man geleistet hat“, sagt der 20-Jährige mit dem Spitznamen „Bam Bam“, einer Figur von den Feuersteins: „Das kommt aus meinem ersten Ruderjahr 2012. Da war ein Riemen im Junioren-Achter nicht richtig fest. Es hat geknarrt, bis ich den Riemen in der Hand hatte. Es sah aus, als säße ich mit einer Keule im Boot. Und schon hatte ich den Namen ‚Bam Bam’ weg.“

Für Gebel, der ebenfalls in Dortmund wohnt, ist die vergangene Saison gut verlaufen. Am Ende stand die erste U23-WM-Teilnahme - und zwar direkt im Achter. Auch wenn der Rudernachwuchs auf Platz fünf im Großboot eine Medaille verpasste, hat der Maschinenbaustudent der Universität Duisburg-Essen wichtige Erfahrungen gesammelt: „Es war ein Erlebnis für mich und ich habe viel mitgenommen. Mein Ziel ist es, wieder zur U23-Weltmeisterschaft zu fahren.“

22.08.17 I von Felix Kannengießer