Nächster Schritt zur WM erfolgt in Österreich


Der letzte Wettkampf: Beim Weltcup-Finale in Luzern hat der Deutschland-Achter seine Siegesserie fortgesetzt. Bis zur WM stehen drei Trainingslager an.


Bis heute haben sich die Ruderer in Dortmund vorbereitet.


Bundestrainer Uwe Bender war zufrieden mit dem ersten Trainingslager.


Ab Montag wird im österreichischen Völkermarkt trainiert.


Der Vierer ohne Steuermann will in Kärnten rund 500 Kilometer abreißen.


 

Mit einer schweißtreibenden 24-Kilometer-Rudereinheit ist das erste WM-Trainingslager am Leistungsstützpunkt Dortmund heute zu Ende gegangen. Die Trainer des „Teams Deutschland-Achter“ ziehen ein positives Fazit, wohl wissend, dass noch viel Arbeit bis zu den Weltmeisterschaften in Sarasota (USA) wartet. Ab Montag steht das nächste Trainingslager im österreichischen Völkermarkt an.

„Wir sind mit unserem Programm in Dortmund gut durchgekommen, nur eine Einheit musste wegen Regens ausfallen“, sagt Bundestrainer Uwe Bender und lobt die Mannschaft: „Wir haben durch das viele Training einen Sprung gemacht. Die Jungs sind schnell und dynamisch, dazu stabil auf hohem Niveau. Diese Woche hatten wir die beste Einheit des Jahres, rudertechnisch und von den Zeiten ist das schon sehr positiv.“ Trotzdem drehen die Trainer immer weiter an der Schrauben, bis zur WM am 24. September soll die absolute Top-Form stehen.

Bender: „Einen neuen Reiz setzen“
Dafür absolvieren die Ruderer momentan drei Einheiten pro Tag, die Umfänge werden auch in Österreich nicht weniger. „Die Grundlagen stehen weiter auf dem Programm, wir werden noch ein bisschen mehr Rudern und außerdem ein paar Einheiten auf dem Fahrrad einbauen“, sagt Bender, der mit den Bedingungen in Dortmund sehr zufrieden war: „Wir sind weit weg von einem Lagerkoller, die Stimmung ist gut. Aber wir wollen jetzt einen neuen Reiz setzen, ein Ortswechsel tut bei dem vielen Training auch für den Kopf ganz gut.“

Völkermarkt ist ein bekanntes Terrain
In Völkermarkt war das „Team Deutschland-Achter“ bereits in den vergangenen beiden Jahren zu Gast. Auf dem großen Stausee ist es idyllisch, aber vor allem ist er ein ideales Ruderterrain: wenig windanfällig und groß genug, damit alle Boote ihren Platz zum Trainieren finden. Neben dem Deutschland-Achter kommen auch der Vierer ohne Steuermann, der Zweier mit Steuermann und die beiden Ersatzleute René Stüven und Malte Daberkow nach Kärnten mit.

Vierer hat Fortschritte gemacht
Während beim Achter alle Ruderer gesund geblieben sind, musste Christopher Reinhardt aus dem Vierer wegen eines viralen Infekts kurz aussetzen. Ansonsten ist aber auch das junge Quartett um Reinhardt, Laurits Follert, Paul Gebauer und Wolf-Niclas Schröder in Dortmund gut mit dem Training durchgekommen, wie Trainer Christian Viedt verrät: „Wir haben von den Umfängen ungefähr geschafft, was wir uns vorgenommen hatten.“

Follert ist erst seit dem Weltcup-Finale in Luzern wieder dabei, deswegen stand das Zusammenspiel der Vier vor allem auf dem Trainingsplan. „Das haben wir schon wesentlich verbessert, wir wollen weiter daran arbeiten“, sagt Viedt: „Wir haben insgesamt Fortschritte gemacht, doch genau so noch Luft nach oben. Aber die Jungs sind motiviert.“ In den zweieinhalb Wochen in Völkermarkt will das Quartett knapp 500 Kilometer zusammen im Vierer abreißen.

Thiede übernimmt Zweier mit Steuermann
U23-Trainer Peter Thiede hat indes den Zweier mit Steuermann übernommen und bereitet Malte Großmann, Finn Schröder und Jonas Wiesen auf die Weltmeisterschaften vor. Weil das Boot nach dem Weltcup in Luzern umbesetzt wurde, Schröder an die Stelle von Stüven gerückt ist, wurden in Dortmund noch einmal Messbootfahrten durchgeführt. „Das hat gut geklappt“, sagt Thiede: „Überhaupt haben wir schnell deutliche Fortschritte gemacht. Die Jungs saugen alles auf und geben sich viel Mühe.“ Bis zum 24. August wird in Österreich geackert, dann geht es nach einer kurzen Zwischenstation am Ruderleistungsstützpunkt Dortmund in das finale WM-Trainingslager nach Ratzeburg.

 

04.08.17 I von Felix Kannengießer