Eric Johannesen/Max Munski: Im Zweier zur Studenten-EM


Steigen bei der Studenten-EM noch einmal zusammen ins Boot: Maximilian Munski (mitte) und Eric Johannesen, hier im Interview nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille in Rio.


Mit einer Wildcard zur Studenten-EM: Eric Johannesen und Maximilian Munski nehmen am Wochenende an den Europäischen Hochschulmeisterschaften in Subotica (Serbien) im Zweier ohne Steuermann teil. Nach Olympia in Rio freuen sich die beiden Silbermedaillengewinner mit dem Deutschland-Achter, wieder gemeinsam regelmäßig ins Boot zu steigen.

„Wenn man auf ein Ziel hintrainiert, klappt es mit der Motivation besser. Aber bei dieser Sache steht natürlich der Spaß im Vordergrund“, sagte Eric Johannesen, der sich seit Herbst vergangenen Jahres intensiv um sein Duales Studium an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) sowie seine Arbeit beim Schiffsversicherer Georg Duncker konzentriert. „Ich hab auch täglich ein bisschen Sport gemacht. Ich war Laufen und Radfahren, aber im Boot hatte ich lange Zeit nicht gesessen“, sagte Johannesen. Für Maximilian Munski, der Sonderpädagogik an der Universität Hamburg studiert, ist dies eine gute Gelegenheit, seine erfolgreiche Ruderkarriere mit seinem langjährigen Trainingspartner aus Hamburg ausklingen zu lassen.

Seit acht Wochen trainieren die Beiden vier- bis fünfmal pro Woche morgens früh auf der Außenalster. Für Eric Johannesen, der nach seinem Pausenjahr für die kommende Saison seinen Wiedereinstieg in den Leistungssport plant, ist die Studenten-Regatta eine gute Gelegenheit: „Das ist ein guter Einstieg, bevor ich dann wieder richtig loslege.“

In Subotica starten Johannesen/Munski, die vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsport mit einer Wildcard ausgestattet wurden, in einem Neun-Boote-Feld im Zweier ohne Steuermann. Der Vorlauf wird am Freitag ausgefahren, das Finale am Sonntag. Neben zwei Booten aus Deutschland haben noch drei englische, ein holländischer, ein serbischer und ein Schweizer Zweier gemeldet. „Die namentlichen Meldungen kennen wir noch nicht. Lassen wir uns also überraschen, auf wen wir da genau treffen werden“, so Johannesen.

12.07.17 I von Carsten Oberhagemann