Gold für gesteuerten Zweier - Vierer verpasst Rotsee-Finale knapp


Gold für den Zweier mit Steuermann: Malte Großmann, Jonas Wiesen und Rene Stüven feierten eine gelungene WM-Generalprobe in Luzern.


Der Vierer gab alles, aber verpasste knapp den Finaleinzug...


...und wurde letztlich Vierter im Halbfinale.


Platz zwei im C-Finale: Anton Braun und Finn Schröder im Zweier ohne Steuermann.
Bilder: Detlev Seyb


Während der Vierer ohne Steuermann knapp das Rotsee-Finale verpasste, freuten sich Malte Großmann, Rene Stüven und Steuermann Jonas Wiesen über den Gewinn der Goldmedaille im Zweier mit Steuermann beim Weltcup-Finale in Luzern.

Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Laurits Follert und Wolf-Niclas Schröder lagen im Vierer-Halbfinale bis zur Streckenhälfte auf Rang drei, mussten sich dann aber mit dem undankbaren vierten Platz hinter den Booten aus den Niederlanden, Italien und Spanien zufrieden geben.

"Ordentlich gefahren und alles gegeben"
„Der Vierer ist ordentlich gefahren und hat alles gegeben. Der jungen Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen, auch wenn das Finale immer das große Ziel ist“, sagte Bundestrainer Christian Viedt. Nach den zwei anstrengenden Rennen am Vortag fehlte sicherlich auch die nötige Frische. Viedt: „Der gestrige Tag hat geschlaucht. Es kommt dann vielleicht auch derjenige weiter, der vorher weniger Aufwand betrieben hat.“

Der Vierer hatte mit dem Finalplatz geliebäugelt. Das Minimalziel Platz 9 ist aber dennoch machbar. Hierzu muss der dritte Platz im B-Finale am Sonntag (9.20 Uhr) her. Dann wäre die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Sarasota (USA) geschafft. Gegner sind Russland, Dänemark, Großbritannien 2, Weißrussland und Australien.

Finalsieg für den Zweier mit Steuermann
Über den Sieg im Finale im Zweier mit Steuermann freuten sich Rene Stüven, Malte Großmann und Jonas Wiesen. Das Trio setzte sich in der nicht-olympischen Bootsklasse mit einem Start-Ziel-Sieg gegen Australien und Spanien durch. „Wir haben uns schnell abgesetzt, sind auch auf den dritten 500 Metern hart geblieben und haben auf dem letzten Streckenabschnitt durchgezogen und gekämpft“, meinte Großmann, der sich über das Erfolgserlebnis mit seinen Teamkollegen freute: „Der Sieg gibt uns Schwung für die weiteren Aufgaben.“

Achter-Finale komplett
Derweil ist das Achter-Finale komplett. Neben dem Deutschland-Achter, Großbritannien, Australien und den Niederlanden qualifizierten sich mit Niederlande 2 und Rumänien zwei weitere Boote über den heutigen Hoffnungslauf. Die Achter-Crew nutzte den rennfreien Samstag indes zur Regeneration. Morgens ging die Mannschaft für eine Stunde zum Training aufs Wasser, nachmittags standen Gymnastik und ein Spaziergang auf dem Programm.

Zweiter im C-Finale
Platz zwei im C-Finale – mit diesem Ergebnis mussten sich Finn Schröder und Anton Braun im Zweier ohne Steuermann letztlich zufrieden geben. Nach dem verpassten Halbfinaleinzug am Freitag tauschten die beiden Athleten ihre Position im Boot. Finn Schröder übernahm die Position des Schlagmanns, Anton Braun ging in den Bug. Auf dem mittleren Streckenabschnitt lag das Duo in Führung, doch auf den letzten 500 Metern mussten sie noch das australische Boot vorbeiziehen lassen. Neuseeland 2 und die Schweiz kamen auf die weiteren Plätze.

Ergebnisse, Weltcup in Luzern:
Vierer ohne Steuermann, Halbfinale: 1. Niederlande 5:58,63 Minuten, 2. Italien 5:59,17, 3. Spanien 6:00,35, 4. Deutschland (Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Laurits Follert, Wolf-Niclas Schröder) 6:04,78, 5. Dänemark 6:06,31, 6. Weißrussland 1 6:29,90.
Zweier ohne Steuermann, C-Finale: 1. Australien 6:45,73 Minuten, 2. Deutschland (Finn Schröder, Anton Braun) 6:46,93, 3. Neuseeland 2 6:50,85, 4. Schweiz 6:53,67.
Zweier mit Steuermann, Finale: 1. Deutschland (Rene Stüven, Malte Großmann, Steuermann Jonas Wiesen) 7:07,39, 2. Australien 7:08,82, 3. Spanien 7:14,56

08.07.17 I von Carsten Oberhagemann