Platz zwei hinter Australien: Vierer kann aufs Finale hoffen


Ordentlicher zweiter Platz im Vorlauf beim Weltcup in Posen: Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Finn Schröder und Wolf-Niclas Schröder im Vierer ohne Steuermann.


Rene Stüven und Malte Großmann im Zweier-Vorlauf.


Training statt Rennen: Der Deutschland-Achter legte morgens ab auf dem Maltasee.



Mit Platz zwei geht es in den Hoffnungslauf. Der Vierer ohne Steuermann hielt mit dem Top-Boot aus Australien weit über die Streckenhälfte hervorragend mit, dann aber setzte sich das Boot des Olympia-Zweiten entscheidend ab. Im Ziel lagen Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Finn Schröder und Wolf-Niclas Schröder mit einer guten Bootslänge zurück.

Nun muss das junge Quartett, das bei der EM in Racice noch den siebten Platz belegt hatte, erneut über den Hoffnungslauf den zweiten Anlauf aufs Finale nehmen. Diesmal sind die Chancen nach dem ordentlichen Regattaauftakt besser, da von fünf Booten nur eins ausscheidet. Die beiden polnischen Vierer und die Niederlande hatten ihre Vierer abgemeldet, so dass sich das Starterfeld von zehn auf sieben Booten reduzierte.

„Mit dem Vorlaufergebnis bin ich nicht unzufrieden, ruderisch ist aber noch Luft nach oben“, sagte Bundestrainer Christian Viedt und meinte damit, dass sich der Vierer noch besser an die Schiebewind-Bedingungen anpassen muss. Für Samstag – der Hoffnungslauf ist für 11.14 Uhr terminiert – werden die gleichen Windverhältnisse wie am Freitag erwartet. Am Sonntag soll es ruhiger werden.

„Wichtige Erfahrungen gesammelt“
Der Zweier ohne Steuermann mit Rene Stüven und Malte Großmann musste sich im Vorlauf mit Rang fünf hinter Frankreich, den Niederlanden, Argentinien und Neuseeland zufrieden geben. Nach starken ersten 700 Metern riss der Kontakt zu den führenden Booten ab. „Sie haben in ihrem ersten Rennen im A-Feld wichtige Erfahrungen gesammelt, schließlich waren die Bedingungen ja auch nicht die einfachsten“, meinte Viedt. Der Hoffnungslauf wird am Samstag um 10.50 Uhr ausgefahren.

Testrennen für den Deutschland-Achter am Samstag um 12.14 Uhr
Ein ungewohnter Regattastart war es für den Deutschland-Achter. Als einziges deutsches Boot hatte das Flaggschiff am Freitag kein Rennen. Nach dem morgendlichen Training ging es für die Mannschaft zurück ins Hotel, während sich die anderen Teams auf ihre Rennen vorbereiten. Erst am Samstag steht der erste Wettkampfvergleich auf dem Maltasee an. Im sogenannten Testrennen trifft der Deutschland-Achter im ersten Rennen nach dem EM-Sieg in Racice um 12.14 Uhr auf Olympiasieger Großbritannien, den EM-Zweiten Polen, den Olympia-Vierten Neuseeland und Australien. Diese fünf Boote sind aufgrund der geringen Meldezahl direkt fürs Finale qualifiziert. Ging es in den Vorjahren bei einem Starterfeld von bis zu sechs Booten noch im sogenannten Bahnverteilungsrennen um die Setzung der Bahnen, so findet in Posen der erste Vergleich der Finalboote nur noch als Testrennen statt. Die Bahnen – der Deutschland-Achter hat die Mittelbahn 3, flankiert von Neuseeland (2) und Polen (4) – bleiben fürs Finale am Sonntag (13.48 Uhr) bestehen.

Ergebnisse, Weltcup in Posen:
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Australien 5:53,62 Minuten, 2. Deutschland (Paul Gebauer, Christopher Reinhardt, Finn Schröder, Wolf-Niclas Schröder) 5:56,76, 3. China 6:05,31, 4. Argentinien 6:06,94.
Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Frankreich 6:22,05 Minuten, 2. Niederlande 6:25,02, 3. Argentinien 6:25,13, 4. Neuseeland 6:38,56, 5. Deutschland (Rene Stüven, Malte Großmann) 6:43,96.

16.06.17 I von Carsten Oberhagemann