U23-Achter feiert Doppelsieg auf dem Küchensee


Der U23-Achter konnte in Ratzeburg an beiden Tagen einen Sieg einfahren.


Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung...


...und direkt nach dem Rennen.


Aus der Trainerperspektive: Der deutliche Sieg des U23-Achters am Sonntag.

Der neu formierte U23-Achter hat seinen ersten Härtetest bestanden: Bei der 58. Ratzeburger Ruderregatta am vergangenen Wochenende siegte der deutsche Nachwuchsachter an beiden Tagen auf dem Küchensee. „Die Jungs haben sich von Rennen zu Rennen gesteigert, am Ende war es super“, lobt U23-Trainer Peter Thiede: „Obwohl wir fünf Ruderer zum A-Kader abgegeben haben, sind wir ordentlich dabei. Wir sind auf einem guten Weg.“

Am Samstag traf der U23-Achter mit Jakob Gebel, Anton Schulz, Johannes Rentz, Marc Leske, Maximilian Bierwirth, Michael Trebbow, Olaf Roggensack, Rene Schmela und Steuermann Jonas Wiesen auf vier deutsche Großboote und die U23-Konkurrenz aus Polen. Zu Beginn kämpfte der U23-Achter vor allem gegen den so genannten „Exit Eight“, in dem sich einige Ruderer befinden, die sich ein Jahr Auszeit von der Nationalmannschaft genommen haben oder knapp am EM-Kader vorbeigeschrammt sind – darunter Clemens Ernsting, Maximilian Korge, Peter Kluge, Felix Brummel oder Björn Birkner.

Im zweiten Rennen an der Taktik gefeilt
„Das war schon eine echte Herausforderung, sie verfügen über einige Erfahrung und sind das Rennen offensiv angefahren“, sagt Thiede über das Duell mit dem „Exit Eight“. Nach der Hälfte des Rennens waren die Boote noch gleich auf, 500 Meter vor dem Ziel konnte der U23-Achter entscheidend davonziehen und den Abstand bis zum Ziel halten. Dahinter kam lange nichts: Der polnische U23-Achter auf Platz drei ruderte erst neun Sekunden später durch das Ziel.

Am Sonntag gingen neun Achter an den Start. Nach einem souveränen Start-Ziel-Sieg vor Polen im Vorlauf, kam es im Finale wieder zum Aufeinandertreffen mit dem „Exit Eight“. Diesmal gelang ein deutlicherer Sieg. „Für das Rennen am Sonntag hatten wir noch einmal an der Taktik gefeilt, das haben die Jungs gut umgesetzt“, so Thiede. Sowohl der Start als auch der Endspurt waren sehenswert, fünf Sekunden Vorsprung und ein Lob vom Trainer der Lohn: „Im Achter haben wir eine gute Mischung. Die Jungs lernen von Einheit zu Einheit dazu und wachsen immer mehr zusammen.“

Besetzung im Vierer ohne steht fest
Für die U23-Ruderer im Vierer ohne Steuermann war Ratzeburg der entscheidende Schritt zur Bootsbildung. Acht Athleten bewarben sich um vier Plätze: Auf der einen Seite die Hamburger Friedrich Dunkel, Paul Gralla, Simon Klose und Marc Kammann, auf der anderen Seite Benedikt Müller, Leon Schandl, Max John und Benjamin Leibelt. Beide Boote zeigten am Samstag eine gute Leistung, landeten vor der Konkurrenz aus Dänemark und Polen. Doch am Ende konnte es nur einen Sieger geben: Gut eine Sekunde Vorsprung hatten sich Dunkel, Gralla, Klose und Kammann über die 2000 Meter herausgefahren.

Vorbereitung auf die U23-Meisterschaft in München
Am Sonntag landete das Quartett auf Platz drei knapp hinter Dänemark sowie einem Frankfurt-Siegener-Vierer und landete damit auch beim zweiten Ausscheid vor den anderen U23-Booten. „Es war am Wochenende eine enge Kiste, aber am Ende haben sie sich die Rollsitze im Vierer verdient“, sagt Thiede. Alle anderen U23-Ruderer können sich nun noch für den Vierer mit Steuermann und den Zweier ohne Steuermann empfehlen. Dann geht es in die direkte Wettkampfvorbereitung auf die Deutschen U23-Meisterschaften in München ab dem 22. Juni.


Ergebnisse der 58. Ratzeburger Ruderregatta auf dem Küchensee am 10./11. Juni 2017:
Achter:
Samstag, Finale: 1. U23-Achter Deutschland (Jakob Gebel, Anton Schulz, Johannes Rentz, Marc Leske, Maximilian Bierwirth, Michael Trebbow, Olaf Roggensack, Rene Schmela, St. Jonas Wiesen) 5:44,92; 2. Exit-Eight (Max Niemand, Maximilian Korge, Lukas Frederik Müller, Felix Krane, Peter Kluge, Clemens Ernsting, Felix Brummel, Björn Birkner, St. Carolin Staelberg) 5:46,80; 3. U23-Achter Polen (Olaf Malinowski, Karol Krause, Jakub Aleksandrowicz, Damian Krawitowski, Filip Zuchowski, Witold Szczepanski, Bartlomiej Donarski, Bartosz Leszynski, St. Bartosz Komakowski) 5:53,22; 4. Ruderclub Hamm (Sebastian Wellie, Matthias Reichelt, Michel Overlack, Tobias Kiene, Jonas Kell, Julian Zawila, Niklas Kell, Thilo Bialaschik, St. Friederike Schroeder) 6:00,97.
Sonntag, Finale: 1. U23-Achter Deutschland 5:36,72; 2. Exit-Eight 5:41,49; 3. U23-Achter Deutschland II (Friedrich Dunkel, Paul Gralla, Max John, Benjamin Leibelt, Leon Schandl, Benedikt Oliver Müller, Simon Klose, Marc Kammann, St. Felix Heinemann) 5:42,58; 4. U23-Achter Polen 5:43,60.
Vierer:
Samstag, Finale: 1. U23-Vierer Deutschland I (Friedrich Dunkel, Paul Gralla, Simon Klose, Marc Kammann) 6:03,82; 2. U23-Vierer Deutschland II (Max John, Benjamin Leibelt, Leon Schandl, Benedikt Oliver Müller) 6:05,02; 3. Studenten-Vierer Dänemark (Steffen Bonde, Tøger Berg Rasmussen, Tobias Kempf, Peter Christian Holmquist) 6:07,26.
Sonntag, Finale: 1. Vierer der Rgm Frankfurter RG Germania / Siegburger RV / Deutscher RC (Sven Keßler, Jonathan Koch, Julius Peschel, Patrik Stöcker) 6:03,43; 2. Studenten-Vierer Dänemark 6:03,70; 3. U23-Vierer Deutschland I 6:04,56.

13.06.17 I von Felix Kannengießer