Schmidt und Jakschik gewinnen packendes Herzschlag-Finale


Im Finale auf Augenhöhe: Johannes Weißenfeld und Torben Johannesen sowie Malte Jakschik und Richard Schmidt.


Insgesamt kämpften sechs Zweier im Finale um den Titel.


Diese drei Duos durften sich am Ende freuen.


Deutscher Meister 2017: Malte Jakschik und Richard Schmidt.


Auch sie konnten sich freuen: Johannes Weißenfeld und Torben Johannesen.




Es war ein spannendes Wochenende voller intensiver Rennen, gekrönt von einem packenden Herzschlag-Finale: Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld konnten Malte Jakschik und Richard Schmidt die Kräfteverhältnisse von der Langstrecke in Leipzig umdrehen und rauschten auf dem Elfrather See vor Johannes Weißenfeld und Torben Johannesen über die Ziellinie. Direkt dahinter platzierten sich die Titelverteidiger Felix Drahotta und Anton Braun. „Es war ein gutes, schnelles Rennen, das lange offen war. Es hätte auch anders ausgehen können und war eine absolut positive Leistung“, lobte Bundestrainer Uwe Bender. Nur ein Wimpernschlag entschied über den Sieg.

Das Finale schien eigentlich früh entschieden, doch auf den letzten Metern wurde es noch einmal richtig spannend. Ungefähr an der 750-Meter-Marke zog das Duo Schmidt / Jakschik im Finale das erste mal richtig an und erarbeitete sich prompt eine Dreiviertellänge Vorsprung vor den bis dahin führenden Berliner U23-Ruderern Paul Gebauer und Wolf Niclas Schröder. Nach knapp der Hälfte des Rennens wurde es immer intensiver, Schmidt und Jakschik diktierten das Tempo, doch die anderen Boote blieben dran, vor allem das U23-Duo und Weißenfeld/Johannesen. Bis der Schlussspurt das Feld neu ordnete.

Schlussspurt ordnet das Feld neu
Auf den letzten Metern zeigten auch Anton Braun und Felix Drahotta, was in ihnen steckt. Mit ordentlich Druck hinter den Riemen arbeiteten sie sich auf der Außenbahn Platz für Platz nach vorne. Auch Weißenfeld und Johannesen legten im grünen Wilo-Zweier noch einmal einen Gang zu. Die anderen Boote mussten etwas abreißen lassen, doch Schmidt und Jakschik ließen sich die Butter nicht mehr vom Boot nehmen und brachten ihren Zweier eine halbe Sekunde vor Weißenfeld/Johannesen und knapp vier Sekunden vor Drahotta/Braun über die Ziellinie. Schröder und Gebauer belegten am Ende den vierten Rang vor Felix Wimberger und Maximilian Planer sowie Hannes Ocik und Jakob Schneider und holten sich ein Lob von Bender ab: „Sie haben die Bedingungen gut genutzt und einen hervorragenden Eindruck gemacht.“

Spannende Rennen schon im Halbfinale
Schon in den beiden Halbfinals ging es knapp zu. Ebenfalls mit einem Abstand von knapp einer halben Sekunde siegten Weißenfeld und Johannesen (06:58.03) im ersten Semifinale vor Schmidt und Jakschik (06:58.56). Den dritten Finalplatz in diesem Rennen sicherten sich Ocik und Schneider (07:03.15), die gut zwei Sekunden vor Malte Daberkow und Björn Birkner blieben. Im zweiten Halbfinale setzte sich das Duo Schröder/Gebauer einen Hauch vor Planer und Wimberger durch. Auch hier gab es einen harten Kampf um den dritten Platz, den am Ende Braun/Drahotta (07:04.34) vor Christopher Reinhardt und Laurits Follert (07:06.77) gewannen.

Trainer setzen sich am Dienstag zusammen
Dafür setzten sich die Nachwuchsruder im B-Finale souverän durch. Mit einer Kraftleistung vom Start weg siegten Reinhardt und Follert vor Olaf Roggensack / René Schmela und Felix Brummel / Alexander Diedrich. „Insgesamt können wir mit den Leistungen der Athleten zufrieden sein “, sagte Bender und erklärte wie es nun weitergeht: „Am Dienstag werden erst wir Trainer uns besprechen und dann werden wir uns mit der Mannschaft zusammensetzen. Wir werden dann sehen, wie wir bis zur Hügelregatta in Essen weiter vorgehen.“


Ergebnisse der männlichen Zweier-Konkurrenz bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld vom 21. bis 24. April 2017:
A-Finale: 1. Malte Jakschik / Richard Schmidt (RV Rauxel / RV Treviris Trier) 06:27.41; 2. Johannes Weißenfeld / Torben Johannesen (RC 'Westfalen' Herdecke / RC Bergedorf) 06:27.93; 3. Anton Braun / Felix Drahotta (Berliner RC / RTHC Bayer Leverkusen) 06:31.39; 4. Wolf Niclas Schröder / Paul Gebauer (RU Arkona Berlin / Potsdamer RC Germania) 06:33.48; 5. Maximilian Planer / Felix Wimberger (Bernburger RC / Passauer RV) 06:36.62; 6. Jakob Schneider / Hannes Ocik (RK am Baldeneysee / Schweriner RG) 06:39.52.
B-Finale: 1. Christopher Reinhardt / Laurits Follert (RV Dorsten / Crefelder RC) 06:32.50; 2. Olaf Roggensack / René Schmela (RC Tegel / Berliner RC) 06:35.51; 3. Felix Brummel / Alexander Diedrich (RV Münster / RG Treis-Karden) 06:36.77; 4. Malte Daberkow / Björn Birkner (Olympischer RC Rostock / RC Rheinfelden) 06:37.19; 5. Peter Kluge / Nico Merget (Celler RV/ Frankfurter RG 'Germania') 06:42.69; 6. Maximilian Bierwirth / Michael Trebbow (Koblenzer RC Rhenania / RV Wandsbek) 06:56.55.

23.04.17 I von Felix Kannengießer