Wimberger: „Wir wollen Gas geben“


Felix Wimberger und Maximilian Planer bei der Langstrecke in Leipzig, wo das Duo Sechster wurde.


In Krefeld wollen Wimberger und Planer in das Finale einziehen.






Am vergangenen Sonntag haben die Ruderer vom Team Deutschland-Achter beim Streckenfahren in Köln noch einmal ihre Form unter Wettkampfbedingungen getestet, denn die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld stehen vor der Tür. Ab Freitag wird der Elfrather See zum Schaupunkt der letzten Standortbestimmung vor der anstehenden Bootsbildung. Wie groß die Anspannung ist, wie die Ruderer am Ostermontag noch einmal den Kopf frei bekommen haben und was das Streckenfahren noch gebracht hat, verrät Felix Wimberger im Drei-Fragen-Interview.

Wie ist das Streckenfahren gelaufen?
Wimberger: Es war ganz in Ordnung. Mein Zweierpartner Maximilian Planer und ich mussten zu Beginn des Jahres erst einmal in Fahrt kommen, jetzt sind wir gut drauf. Das Streckenfahren ist eine super Generalprobe für die Kleinbootmeisterschaften und hat bereits einen gewissen Wettkampfcharakter. Jeder zieht einen anderen Speed als im Training, intensivere Frequenzen. Da kann man schon schauen, was man im Vergleich zu den anderen drauf hat und das ganze Team besser einschätzen. Es ist aber nochmal ein deutlicher Unterschied zum richtigen Wettkampf, wo die Anspannung komplett da ist und es wirklich um etwas geht. Da packt jeder eine Schippe drauf.

Das Streckenfahren ist auf Ostersonntag gefallen, hattet ihr trotzdem etwas von den Feiertagen?
Wimberger: Der Osterhase hat auch auf dem Fühlinger See in Köln vorbeigeschaut und Schokohasen in unseren Rennschuhen versteckt. Beim Einsteigen in die Schuhe hat allerdings nicht jeder aufgepasst, der eine oder andere Schokohase ist dabei kaputt gegangen. Nach dem Streckenfahren sind die meisten zu ihren Familien gefahren. Für mich waren die 700 Kilometer nach Passau etwas zu weit, deswegen bin ich mit meiner Freundin zu ihrer Mutter nach Fulda gefahren und habe dort Ostern gefeiert. Das tat nochmal gut, einen Tag komplett aus dem Boot raus zu sein und mal an etwas anderes zu denken.

Was habt ihr euch für die Kleinbootmeisterschaften vorgenommen?
Wimberger: Bis zu den Kleinbootmeisterschaften werden wir etwas weniger trainieren, damit wir frisch und spitzig ins Rennen gehen. Es ist ein wichtiger Wettkampf, wir wollen Gas geben. Wir bekommen es gleich im ersten Lauf mit Richard Schmidt und Malte Jakschik zu tun. Da wollen wir alles geben, müssen das Rennen aber auch taktisch angehen. Es gibt viele Wege ins Finale. Und ins Finale zu fahren wäre schon wichtig, wenn man bei der Verteilung der Rollsitze ein Wörtchen mitreden möchte.

18.04.17 I von Felix Kannengießer