Johannes Weißenfeld und Torben Johannesen siegen in Leipzig


Landeten ganz vorne: Torben Johannesen und Johannes Weißenfeld.


Nur eine Sekunde dahinter: Richard Schmidt und Malte Jakschik.


Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung...


...und erschöpfte Ruderer beim Ergometer-Test.





Johannes Weißenfeld und Torben Johannesen haben sich über die 6000 Meter durchgesetzt und die Frühjahrs-Langstrecke in Leipzig mit einer starken Zeit von 20:46 Minuten gewonnen. Das Duo, das bei Olympia als Ersatz dabei war, hatte nicht jeder als Sieger auf dem Zettel. Doch es war knapp an diesem Sonntag: Eine Sekunde dahinter landeten Richard Schmidt und Malte Jakschik, wieder eine Sekunde später rauschten Felix Brummel und Alexander Diedrich über die Ziellinie. Auch der Ergotest brachte viele gute Leistungen.

„Mit den Ergebnissen sind wir insgesamt zufrieden, vorne waren die Boote sehr eng beieinander“, sagte Bundestrainer Uwe Bender: „Wir wussten, dass Torben und Johannes gut drauf sind und die Chance haben, zu gewinnen.“ Mit Schmidt und Jakschik aus dem Silber-Achter von Rio war zu rechnen, aber auch von den Leichtgewichten Brummel und Diedrich, die demnächst den Sprung zu den Schwergewichten wagen könnten, war Bender nicht überrascht: „Bei der Langstrecke sind sie oft vorne dabei. Wir werden schauen, wie es sich mit den beiden entwickelt.“

Bender: „Gute Vergleichswerte“
Malte Daberkow und Björn Birkner erwischten ebenso einen guten Tag und blieben auf Platz vier nur sechs Sekunden hinter der Spitze, mit einer Zeit, die im vergangenen Jahr für den Sieg gereicht hätte (20:52 Minuten). „Die Bedingungen waren optimal, wir haben jetzt gute Vergleichswerte der Ruderer“, so Benders Fazit: „Natürlich hätte das eine oder andere besser laufen können, das ist aus Trainersicht immer so. Aber wenn ich mir den Schnitt ansehe, dann stehen wir nicht schlecht da, auch im Zusammenhang mit den Ergometer-Werten.“

Bestwerte fallen am Ergometer
Am Tag vor der Langstrecke quälten sich die Ruderer nämlich über 2000 Meter auf dem Ergo, auch hier mit erfreulichen Ergebnissen. Die arrivierten Sportler brachten stabile Leistungen, bei den jungen Ruderern fielen einige Bestwerte. Etwa bei Laurits Follert, der sich hinter Richard Schmidt die zweitschnellste Zeit erarbeitete. Ihre persönlichen Bestwerte haben auch Johannes Weißenfeld, Torben Johannesen und Marc Leske deutlich geknackt, sie blieben unter sechs Minuten – genau wie viele andere Sportler an diesem Samstag.


Ergebnisse der DRV-Langstrecken-Regatta am 2. April 2017 in Leipzig: 
1. Torben Johannesen / Johannes Weißenfeld (RC Bergedorf / RC Westfalen Herdecke) 20:46 Minuten
2. Richard Schmidt / Malte Jakschik (RV Treviris Trier / RV Rauxel) 20:47
3. Felix Brummel / Alexander Diedrich (RV Münster / RG Treis-Karden) 20:48
4. Malte Daberkow / Björn Birkner (Olympischer Ruder-Club Rostock / RC Rheinfelden) 20:52
5. Paul Gebauer / Wolf Niclas Schröder (Potsdamer RC / RU Arkonia Berlin) 21:00
6. Maximilian Planer / Felix Wimberger (Bernburger RC / Passauer RV) 21:05
7. Peter Kluge / Nico Merget (Celler RV / Frankfurter RG Germania) 21:08
8. Laurits Follert / Christopher Reinhardt (Crefelder RC / RV Dorsten) 21:12
Jakob Schneider / Marc Leske (RK am Baldeneysee / Crefelder RC) 21:12
10. René Schmela / Olaf Roggensack (RC Tegel / Berliner RC) 21:16
11. Finn Schröder / Hannes Ocik (Lübecker RK / Schweriner RG) 21:22
12. Marc Kammann / Simon Klose (Germania RC / RG Hansa) 21:38
13. Malte Großmann / René Stüven (RC Favorite Hammonia / RV Emscher Wanne-Eickel) 21:39
14. Johannes Rentz / Benedikt Müller (RC Hansa Dortmund / RV Dorsten) 21:42
Lukas Geller / Daniel Tkaczick (RC Düsseldorf/ Crefelder RC) 21:42

02.04.17 I von Felix Kannengießer