„Hartes Schuften“ führte zu ersten Erfolgen


Malte Daberkow (re.) im Jahr 2011 bei der Junioren-WM im Zweier mit Hannes Staffeldt...


...und Ende vergangenen Jahres mit der Crew des U23-Achters, mit der er Bronze holte.


Malte Daberkow will sich nun in Dortmund beweisen.

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Mein erstes Mal...

 

Malte Daberkow ist einer von sieben Neuen in der Trainingsgruppe des Teams Deutschland-Achter. Der 22-Jährige ist gerade im Februar von Rostock ins Ruhrgebiet gezogen, steht in Dortmund erstmals auf eigenen Beinen. Weit weg von seiner Heimatstadt Rostock. Dort wurde er in der fünften Klasse im Sportunterricht der Schule gesichtet und machte wenig später beim Olympischen RC Rostock seine ersten Meter im Ruderboot – bis es ihn das erste Mal umwarf. 

Doch jeder fängt mal klein an. Daberkow hat in seinen Anfangsjahren viel erlebt, große Emotionen erlebt und nun den Sprung ins Team Deutschland-Achter geschafft. Am Ruderleistungsstützpunkt Dortmund will er sich in der Ferne beweisen. Ganz von Rostock abnabeln will sich Daberkow aber nicht. „Das ist meine Heimat, der Verein hat mich immer unterstützt. Die Verbindung wird bestehen bleiben“, verspricht er.

 

Mein erstes Mal (im Ruderboot)… war im Jahr 2005 in einem Plastik-Einer. Im November 2004 haben wir im Sportunterricht mit dem Wintertraining angefangen, da wurde ich gesichtet. Als es erstmals aufs Wasser ging, war es für mich sehr kippelig. Da bin ich auch gleich das erste Mal reingefallen. 

Mein erster Club… war und ist der Olympische Ruder-Club Rostock.

Mein erster Trainer… war Hans-Joachim Lück, erst als Kindertrainer, später als Landestrainer. Er hat mich ziemlich geprägt. Anfangs war ich nicht besonders gut, im Bundeswettbewerb bin ich hinterher gerudert. Mir fehlte die Motivation. Hans-Joachim Lück hat mir die gebracht und mich zu Erfolgen geführt. Sein erster Trick dazu war ganz einfach: Er hat meine Mutter angerufen, dass ich regelmäßig zum Training kommen soll.

Meine erste Entwicklung… habe ich beim Wechsel zu den Junioren-A gemacht. Das war von 2010 auf 2011. Mit Ulf Cremer habe ich in Rostock einen neuen Trainer bekommen, habe ein anderes System kennengelernt. Er hat uns ganz schön hart schuften lassen, aber da habe ich auch große Sprünge gemacht.

Mein erster Ruderpartner… war Hannes Staffeldt in meinem ersten Junioren-A-Jahr, vorher habe ich geskullt. Hannes war älter und hat mir als Ruderpartner gut getan, er hat mich in vielen Dingen an die Hand genommen. Die Erfolge kamen dann auch recht fix. 2011 sind wir Deutscher Meister im Zweier geworden, bei der WM haben wir den vierten Platz geholt.

Meine erste Position im Großboot…, an die ich mich erinnern kann, war auf der Sechs. Da war ich noch Backborder. Jetzt ist mein Platz auf der Eins. Da fühle ich mich wohl, habe einen guten Überblick und bekomme alles im Boot mit.

Meine erste Medaille…, die richtig bedeutend für mich war, habe ich 2012 bei der Junioren-WM in Plovdiv gewonnen. Da haben wir im Achter Silber geholt. In diesem Jahr ist mein Vater verstorben – ich wollte trotzdem oder gerade deswegen unbedingt zur Weltmeisterschaft fahren und dort meine erste WM-Medaille holen. Dass es geklappt, hat mir sehr viel bedeutet.


16.03.17 I von Felix Kannengießer