„Der größte Schwerpunkt liegt im Zweiertraining“


Beeindruckendes Trainigsrevier: Das Team Deutschland-Achter ist zum ersten Mal am Lago Azul.


Bundestrainer Christian Viedt.



Tag neun im Trainingslager des Teams Deutschland-Achter in Lago Azul (Portugal): Heute sind die Trainer wieder im Achter und in Vierern aufs Wasser gegangen. Bundestrainer Christian Viedt sprach im Kurz-Interview über die Schwerpunkte des Trainings und die Bedingungen vor Ort. Drei Fragen an ... Christian Viedt.

Woran wird im zweiwöchigen Trainingslager denn besonders gearbeitet?
Christian Viedt: Der größte Schwerpunkt ist das Zweiertraining in Vorbereitung auf die Regatten in Leipzig und Krefeld. Am Samstag wollen wir zum Abschluss noch mal Strecken gegeneinander fahren. Auch das Groß- und Mittelboottraining nimmt einen großen Raum ein. Heute haben wir mit einem dreitägigen Achter-/Viererblock begonnen. Vom Verhältnis ist das ungefähr so: sieben Tage im Kleinboot und fünf Tage im Groß- und Mittelboot.

Typischer Tagesablauf
Wie sieht denn ein typischer Tag im Trainingslager aus?
Christian Viedt: Um 6.30 Uhr treffen sich alle zum Frühstück. Dann steht um 7 Uhr die erste Einheit an. Heute war es Krafttraining, sonst auch Rudern. Das zweite Frühstück gibt es dann um 9.30 Uhr. Um 11 Uhr folgt das zweite Training und um 13.30 Uhr das Mittagessen. Nach einer Pause gehen wir um 16 Uhr üblicherweise zur dritten Einheit des Tages aufs Wasser. An jedem dritten Tag ist der Nachmittag frei – so wie in jedem Trainingslager. Abendessen gibt’s dann um 18.30 Uhr.

An den ersten Tagen war das Wetter nahezu perfekt. Wie sind die Bedingungen in der zweiten Woche?
Christian Viedt: Es ist bislang trocken geblieben, leider hat der Wind zugenommen, aber wir konnten noch gut rudern. Überhaupt ist die Wasserfläche beeindruckend. Das insgesamt 40 Kilometer lange Stauseesystem ist sehr verzweigt. Unser Hotel mit dem Ablegesteg liegt ungefähr in die Mitte, so dass wir in beide Richtungen fahren können. Leider fehlt eine Kette zur Orientierung, das macht das Streckenfahren nicht so einfach. Das Gesamtpaket hier ist aber sehr gut, insgesamt sind wir zufrieden mit dem neuen Trainingslager-Revier.

14.03.17 I Interview: Carsten Oberhagemann