Erstes Trainingslager im neuen Olympia-Zyklus in Lago Azul


Letztes Achter-Training in Dortmund vor dem Trainingslager: Johannes Weißenfeld geht vornweg.


Mit Felix Wimberger als Schlagmann...


...ruderte das Team Deutschland-Achter durch Wind und Wetter.



Erste Ausfahrt Lago Azul: Das erste Trainingslager im neuen Olympia-Zyklus bestreitet das Team Deutschland-Achter in Portugal. Insgesamt 40 Athleten, auch der Dortmunder U23-Kader ist dabei, steigen am Sonntag in den Flieger, um sich zwei Wochen lang unter der Sonne Portugals auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Im Wettkampf-Monat April stehen die Langstrecke in Leipzig und die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Krefeld an.

Die Ruderer aus dem Team Deutschland-Achter sind zum ersten Mal am Lago Azul zu Gast. „Wir wollen die Möglichkeit im nacholympischen Jahr nutzen, um etwas Neues auszuprobieren“, sagt Bundestrainer Uwe Bender. Den Tipp haben die Riemen-Ruderer von den Skullern bekommen, die schon öfters am blauen See in Portugal trainiert haben. Auch der DRV hat seine Empfehlung gegeben. Und mit Portugal haben die Ruderer ohnehin gute Erfahrungen gemacht, zuletzt in Avis. „Wir hoffen, dass wir diese guten Erfahrungen nun erweitern können“, so Bender.

Ein großer, verzweigter Stausee
Der Lago Azul ist ein ziemlich großer, verzweigter Stausee, der den Trainern viele Varianten bietet. Das Trainingsrevier liegt etwas abgelegen – rund 160 Kilometer von Lissabon entfernt - im Zentrum Portugals; die nächstgelegene Kleinstadt mit rund 2.500 Einwohnern ist Ferreira do Zezere. Da liegt die volle Konzentration auf dem Sport, zumal das Team direkt am Wasser sein Quartier beziehen wird. Der Fokus liegt in Richtung Kleinbootmeisterschaft auf dem Training in den Zweier-Booten, aber auch jeweils zwei Vierer und Achter sind mit dem Bootstransport schon auf dem Weg. Insgesamt 220 Trainings-Kilometer pro Woche stehen in den Booten auf dem Plan.

Unter der Sonne Portugals soll den Ruderern alles etwas leichter von der Hand gehen. „So ein Ortswechsel macht schon was aus“, findet Bender: „Nach dem kalten Jahresbeginn in Deutschland hebt das angenehme Wetter in Portugal bestimmt auch die Laune.“ Am Ankunftstag ist zwar Regen zu erwarten, danach sind jedoch Sonne und 20 Grad angesagt.

U23-Ruderer klopfen an die Tür
Optimale Ruderbedingungen also, die auch die U23-Ruderer nutzen will, um sich dem Trainerteam des A-Kaders zu präsentieren. „Wir haben die guten Leistungen registriert. Im Trainingslager können die jungen Leute an den Leistungen der älteren Athleten Maß nehmen. Der eine oder andere klopft schon an die Tür“, sagt Bender und gibt klare Ziele vor: „Wir müssen als eine homogene Truppe funktionieren, uns rudertechnisch weiterentwickeln und die schnellsten Kombinationen in den Kleinbooten finden.“

03.03.17 I von Felix Kannengießer