EuroOpen: Einige Bestwerte beim Ergotest
| Ergebnisse EuroOpen 2010, Männer Ergebnisse EuroOpen 2010, U23 Männer Trockenübung für starke Männer: Toni Seifert bei den EuroOpen (wdr.de, Fotostrecke mit O-Ton) Ruder-EM im Trockenen (Videobeitrag, WDR Sport aktuell) |
Auf die Ergometer steigen die Athleten zur Leistungsüberprüfung eher ungern. Doch daran führte auch in diesem Frühjahr kein Weg vorbei. Der 2.000-Meter-Ergotest, zu dem DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher gebeten hatte, fand diesmal nicht im stillen Kämmerlein stand, sondern vor großer Kulisse bei den Euro-Open 2010 in Essen-Kettwig, an der 900 Athleten aus verschiedenen Ländern teilnahmen. Für die Riemenruderer vom Dortmunder Leistungszentrum war primär der Vorlauf am Samstag maßgeblich, um mit einer guten Zeit den aktuellen Trainingszustand zu bestätigen. Die besten zehn Ruderer jeder Altersklasse schafften es ins Finale am Sonntag. Vom Deutschland-Achter, der in Poznan Weltmeister wurde, gelang dies Florian Mennigen (5:57,70 Minuten) und Richard Schmidt (5:58,40). Um gerade einmal eine Zehntel Sekunde verpasste Jochen Urban (5:58,50) die Top 10. Von den Sportlern, die seit Herbst im Team Deutschland-Achter trainieren, lösten auch Maximilian Reinelt (5:55,50) und Lukas Müller (5:56,90) das Final-Ticket. Aus dem U23-Bereich in Dortmund schafften dies Dominic Imort (5:55,60) und Michael Schirmer (6:05,40). Im Finale, das Tim Grohmann aus dem letztjährigen Doppelvierer gewann, verbesserten sich Richard Schmidt, Maximilian Reinelt und Dominic Imort noch einmal und erreichten neue persönliche Bestwerte. Richard Schmidt fuhr eine 5:55,50, Dominic Imort eine 5:54,70 und Maximilian Reinelt erreichte gar eine 5:52,70. Damit belegte er hinter Grohmann Platz zwei in der U23-Wertung, Imort wurde Vierter unter den U23-Ruderern. Florian Mennigen verzichtete auf ein zweites Ergometer-Rennen, um seinen Fuß infolge einer Bänderverletzung, die er sich kurz vor Weihnachten zugezogen hatte, noch nicht zu überanspruchen. Insgesamt war Achter-Trainer Ralf Holtmeyer ganz zufrieden mit den gezeigten Leistungen: „Das war schon okay, schließlich sind wir den Test auf dem vollen Training heraus gefahren. Aber man darf so etwas auch nicht überbewerten. Man kann es vielleicht vergleichen mit Hallenfußball und der Fußball auf dem großen Platz.“ 01.02.10 | von Carsten Oberhagemann |

