Dein Name für Deutschland

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Termine

10.-12. September 2010: Europameisterschaften in Montemor-o-Velho/Portugal
1.-23. Oktober 2010: Trainingslager in Sacramento/USA
24. Oktober 2010: Anreise nach Neuseeland
29. Oktober - 7. November 2010: Weltmeisterschaften in Lake Karapiro/Neuseeland

Achter besiegt Wind und Gegner


Die vier Achter am Start in Breiholz: Vorne die USA, dann der Deutschland-Achter mit Toni Seifert (v.l.), Hanno Wienhausen und Richard Schmidt



Kristof Wilke in der Usain-Bolt-Pose, wie beim WM-Triumph in Poznan


Urs Käufer genoss den warmen Empfang am Steg im Kreishafen


Strahlende Sieger: Toni Seifert und Florian Mennigen


Hanno Wienhausen bekam einen Schwall Regenwasser ab.

Achter-Trainer Ralf Holtmeyer: "Man erzählt sich ja wahre Wunderdinge" (s:hz, 02.10.2009)

"Ich bin Perfektionist" (Interview mit Ralf Holtmeyer, Ruhr-Nachrichten, 24.09.2009)

Es sei das härteste Ruderrennen der Welt, und die Athleten aus dem Deutschland-Achter zeigten, dass sie wahrlich hart im Nehmen sind. Die Achter-Weltmeister trotzten Wind, Welle und Regen und siegten nun schon zum siebten Mal beim Canalcup in Rendsburg, dem 12,7 Kilometer langen Rudermarathon auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Sprintrennen abgesagt
Am Samstag noch mussten die Sprintrennen im Kreishafen von Rendsburg wegen stark böigem Wind und hohem Wellengang abgesagt werden, am Sonntag war es etwas besser. Der Wind peitschte aber nach wie vor übers Wasser, Böen machten den vier Nationalachtern beim ersten Vergleich nach der WM in Poznan das Leben auf den Rollsitzen besonders schwer. „Das waren extrem schwierige Bedingungen, wobei wir als technisch starke Mannschaft vielleicht einen kleinen Vorteil hatten“, meinte Florian Mennigen. Mit ökonomischem Schlag fuhr der Deutschland-Achter, in dem kurzfristig Hanno Wienhausen den erkrankten Filip Adamski (Infekt) ersetzte, zunächst dem Olympiasieger Kanada davon.

Kampflinie
Dann wehrte die Crew auch die Angriffe des USA-Achters ab, wobei sich beide Großboote vor der zweiten Kurve bedenklich nah kamen und Steuermann Martin Sauer gefordert war. Er ließ nicht locker und sagte hinterher: „Jeder wollte die bessere Position. Die Amerikaner sind Kampflinie gefahren, wir auch.“ Die Boote fuhren wie ein Reißverschluss nebeneinander her, wobei sich die Riemen berührten und ein Blatt eines US-Riemens sogar Martin Sauers Rücken streifte.

"Stabil auf hohem Niveau"
Es hat ihn nicht beeinträchtigt: Martin Sauer führte sein Team als erstes durch diese umkämpfte Kurve bei Streckenhälfte und schließlich mit mehreren Längen Vorsprung in den Zielhafen von Rendsburg. „Das war ziemlich souverän und zeigt, dass die Mannschaft insgesamt auf hohem Niveau sehr stabil ist“, meinte Trainer Ralf Holtmeyer. Schließlich beendete der Deutschland-Achter mit dem umjubelten Sieg vor großer Zuschauerkulisse das Ruderjahr 2009 ungeschlagen.

"Ein Riesenspaß"
Da machte es auch nicht viel aus, dass nach trockenen 38 Minuten der Himmel wenige Meter vor dem Ziel noch einmal seine Schleusen öffnete. Schlagmann Sebastian Schmidt: „Die Nase schnieft, aber es hat Riesenspaß gemacht.“

Canalcup Rendsburg: 1. Deutschland (Urs Käufer, Gregor Hauffe, Florian Mennigen, Kristof Wilke, Richard Schmidt, Hanno Wienhausen, Toni Seifert, Sebastian Schmidt und Steuermann Martin Sauer) 38:20,05 Minuten, 2. Kanada 38:44,08, 3. USA 39:02,09, 4. Großbritannien 40:04,00.

04.10.09 | von Carsten Oberhagemann