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Achter im TV
Sportlich unterwegs (WDR, vom 15.10.2011, 15 Minuten)

Vision Gold (N24, vom 28.10.2011, 22 Minuten)

Achter nach Vorlaufsieg auf Goldkurs


Der Deutschland-Achter gibt Gas: Vorlauf bei der WM in Poznan




Grgeor Hauffe nach dem Vorlauf


Entspannt nach dem Vorlaufsieg: Trainer Ralf Holtmeyer (v.r.), Steuermann Martin Sauer und Sebastian Schmidt

Der Deutschland-Achter schielt auf Gold: Beim ersten Kräftemessen bei der WM in Poznan (Polen) schob sich das Paradeboot vom Dortmunder Leistungszentrum mit einem Start-Ziel-Sieg im Vorlauf in die Favoritenrolle auf den WM-Titel. Bei dem eindrucksvollen Auftritt auf dem Maltasee gab es keine Zweifel am Einzug ins Finale, das am kommenden Sonntag ausgetragen wird.

Der Wind drehte am zweiten WM-Tag und wehte den Ruderern kräftig entgegen. Aber das machte der hoch motivierten Crew gar nichts aus. Sie knüpfte dort an, wo sie beim Weltcup-Sieg in Luzern aufgehört hatte. Die Schnellstarter fuhren auch am Start aggressiv und willensstark los; nur Australien, im bisherigen Saisonverlauf noch nicht in Erscheinung getreten, konnte annähernd folgen.

„Ab der Streckenmitte haben wir aber deutlich dominiert – und das bei diesem extremen Gegenwind“, sagte Trainer Ralf Holtmeyer, der das Rennen auf dem Fahrrad verfolgte und entspannt dem Finish zuschauen konnte: Während sich Australien und Großbritannien um den zweiten Finalplatz stritten, fuhr sein Team ohne Endspurt dem sicheren Vorlaufsieg entgegen. Dass Olympiasieger Kanada im zweiten Vorlauf gut vier Sekunden langsamer war, wollte Holtmeyer nicht überbewerten: „Das ist ein gutes Zeichen, aber bei diesem starken Wind gibt es zwischen zwei Läufen schon mal Schwankungen.“ Und die wichtigste Erkenntnis brachte Schlagmann Sebastian Schmidt auf den Punkt: „Der Sieg gibt Selbstvertrauen. Jetzt wollen wir auch den Titel.“

Weitere Stimmen:
Urs Käufer: Das war ziemlich hart bei diesem extremen Gegenwind. Nur Australien konnte am Anfang unser Tempo mitgehen. Das war heute ein größerer Kampf als in den vergangenen Rennen, letztlich aber ein kontrolliertes Rennen von uns.“
Toni Seifert: „Das Rennen war ein guter Einstand. Ich freue mich auf das Finale, in das wir nach diesem Rennen als Favorit gehen. Wie sind alle gut drauf und wenn wir das abrufen können, dann geht es richtig weit nach vorne. Aber wie sagt man im Fußball: Immer den Ball flach halten.“
DRV-Chefrainer Hartmut Buschbacher: „Die Mannschaft ist Mitfavorit. Da beißt die Maus keinen Faden ab.“

Achter, Vorlauf: 1. Deutschland (Urs Käufer, Gregor Hauffe, Florian Mennigen, Kristof Wilke, Richard Schmidt, Filip Adamski, Toni Seifert, Sebastian Schmidt und Steuermann Martin Sauer) 5:58,16 Minuten, 2. Großbritannien 5:59,48. 3. Australien 5:59,53, 4. Ukraine 6:01,75, 5. USA 6:04,13.

24.08.09 | von Carsten Oberhagemann