Bootstransport: 2.470 km nach Sevilla


Beim Verladen helfen die Sportler immer mit, wie hier Maximilian Reinelt mit zwei Rennrädern.


Mit dem Mannschaftsbus und dem Bootsanhänger geht's für Markus Schmitz ab heute für 2470 Kilometer Richtung Sevilla.


 
 

3 Fragen an...
.…Bootsmeister Markus Schmitz

Am Montag (20.2.) fliegen die Ruderer des Teams Deutschland-Achter für 18 Tage ins Trainingslager nach Sevilla, Spanien. Bootsmeister Markus Schmitz ist für den Transport der gesamten Ausrüstung zuständig. Was wird mitgenommen?
Markus Schmitz: Zunächst natürlich die Boote: Wir nehmen einen Achter, sechs Vierer, 18 Zweier und fünf Einer mit – inklusive Riemen und Ausleger. In diesem Trainingslager haben wir außerdem einen kompletten Satz neuer Riemen, die eine andere Blattform haben, dabei. Diese sollen die Ruderer im Training ausprobieren.
Außerdem transportieren wir ca. 16 Rennräder. Die Sportler müssen dann in zwei Gruppen trainieren, da wir nicht für jeden ein eigenes Rad mitnehmen können. Hinzu kommt noch Ausrüstung für die Physiotherapeuten wie zum Beispiel Massagebänke sowie Medikamente und Arztkoffer für das Ärzteteam. Und für die Sportler nehmen noch wir Zusatzernährung und ca. 150 Kilogramm Müsli zum Frühstück mit nach Spanien.

Wie läuft der Transport ab?
Markus Schmitz: Wir fahren am Freitagmorgen mit zwei Transporten in Dortmund los. Zunächst machen wir in Saarbrücken Halt, um weitere Boote zu verladen. Von dort aus starten wir dann mit insgesamt vier Fahrern in Richtung Spanien. Für die 2.470 Kilometer brauchen wir ungefähr 36 Stunden reine Fahrtzeit. Hinzu kommen natürlich Pausen und Übernachtungen. Wenn alles reibungslos klappt, sollten wir am Sonntagabend in Sevilla ankommen.

Du bleibst die gesamte Zeit des Trainingslagers vor Ort. Wie sehen deine Aufgaben aus?
Markus Schmitz: Wenn das Material gut in Spanien angekommen ist, helfe ich den Sportlern beim Aufbau der Boote. Außerdem werde ich die neuen Riemen einmessen, sodass die Jungs diese testen können. Ansonsten werde ich die Motorboote und Ruderboote in Schuss halten. Dafür nehme ich Werkzeuge und Ersatzteile mit. Darüber hinaus helfe ich dort, wo man mich braucht und erledige zum Beispiel die Einkäufe fürs Frühstück.

17.02.12 I Interview: Lena Reil