Was machen eigentlich die Briten?


Im Wettkampf mit den anderen Nationen geht es im Sommer in Eton Dorney um Medaillen bei Olympia.

 
 

Während unsere Jungs eine kurze Verschnaufpause zwischen den Trainingslagern haben, stellt sich im Hinblick auf die Sommerspiele die Frage: Was machen eigentlich die anderen Rudernationen zur Vorbereitung auf Olympia? Andreas Kuffner sieht die größte Konkurrenz bei einem Team, das von einem deutschen Trainer vorbereitet wird. "Man muss klar sagen, dass England als Favorit ins Rennen geht. Gerade im eigenen Land werden sie alles daran setzen, Gold zu holen."

Das englische Ruderteam strotzt vor Selbstbewusstsein. Teammanager David Tanner sagte am Wochenende, er sei sehr optimistisch, dass die Mannschaft das Land bei den olympischen Spielen im eigenen Land stolz machen werde.

Während die Mannschaft kürzlich in Südafrika weilte, um sich wenige Monate vor den Wettkämpfen in Form zu bringen, zeichnet auch  Andrew Triggs Hodge ein Favoritenbild der Briten. "Jeder kämpft um die besten Plätze. So treiben wir uns gegenseitig zu immer stärkeren Leistungen", so der Goldmedaillen-Gewinner im Vierer von 2008. Die interne Schlacht läuft also bereits auf Hochtouren. Dabei stehen im März und April noch weitere Trials an, bis die Boote für die Saison nominiert werden.

Nach den frühen Trainingslagern in Südafrika und in den Bergen der Sierra Nevada in Spanien, trainieren die Engländer nun wieder vorrübergehend in heimischen Gefilden. Manche von ihnen sogar drei Mal täglich. Jeder Riemenruderer will in die besten Teams ihres Landes. Dazu gehört neben dem Achter traditionell der Vierer. In den vergangenen Jahren war die Mannschaft im Vierer fast nicht zu bezwingen; der englische Vierer wurde unter anderem 2008 in Peking Olympiasieger und 2011 in Bled Weltmeister.

Für die olympischen Spiele in London haben sich die englischen Sportler einiges vorgenommen. Andrew Triggs Hodge ist deshalb auch optimistisch für 2012: "Wir haben 14 Leute im Kader und wir können alle Goldmedaillen gewinnen." Er meint den Achter, den Vierer und Zweier. Die Riemen-Mannschaft sei stärker als je zuvor, er ist definitiv einer der Stärksten im Team des deutschen Trainers Jürgen Grobler, der in den kommenden Wochen eine schwierige Entscheidung treffen muss: In welches Boot packt er das starke Duo Andrew Triggs Hodge und Peter Reed? Triigs Hodge/Reed gewannen schließlich 2008 noch Olympia-Gold im Vierer und wurden in den vergangenen drei Jahren im Zweier dreimal Vize-Weltmeister - jeweils geschlagen von den Neuseeländern Eric Murray/Hamish Bond.

29.01.12 I von Oliver Körting