In der Vorbereitung auf Olympia lohnt sich ein Blick auf die Konkurrenz. Wie gehen andere Teams an die Aufgabe? Wie motivieren andere Trainer die Sportler? Ein Coach setzte mit seinen Erfolgen immer wieder Glanzpunkte: Mike Spracklen verrät in einem Film, wie er die Ruderer aufs Podium gebracht hat.
Der Trainer der kanadischen Rudermannschaft gilt als Motivationsmeister. In 35 Jahren coachte er diverse Nationalteams von England, USA und Kanada. Nahezu jeder seiner Schützlinge landete früher oder später auf dem Siegerpodest bei Weltmeisterschaften und Olympia. Mike Spracklen, inzwischen 74 Jahre alt, schaffte es, Teams und Einzelathleten zu insgesamt acht Bronze-, fünfzehn Silber- und ganzen vierzehn Goldmedaillen zu führen. Er ist seit über 20 Jahren einer der schärfsten Rivalen von Achter-Bundestrainer Ralf Holtmeyer.
Spraklens Trainingsmethoden gelten als hart, aber er sagt selbst, dass er die Sportler über die eigenen Grenzen hinaus bringen will. Das Ziel sei es, den Punkt der Erschöpfung soweit hinaus zu schieben, bis der Sportler die Ziellinie überquert. Dabei setzt der Engländer neben dem physischen Training auf die Psyche der Sportler. Es dürfe nichts mehr im Kopf der Sportler sein, dass sie ablenkt oder bremst auf dem Weg zum Ziel. Sein Motto: "Whatever the situation, we will press on." Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking haben die kanadischen Ruderer im Zweier Silber und im Achter die Goldmedaille errungen.
Im folgenden Video erklärt Spracklen seine Trainingsphilosophie: