Robert Sens Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de
| 3 Fragen an... ...Robert Sens
Im Alter von 34 Jahren startest du jetzt dein Comeback als Leistungssportler in der Trainingsgruppe des Teams „Deutschland-Achter“. Was ist deine Motivation und was sind deine Ziele? Robert Sens: Das Ziel ist ganz klar: Ich möchte zu den Olympischen Spielen in London! Zusammen mit meinem aktuellen Zweier-Partner Maximilian Munski möchte ich mich für den Zweier ohne Steuermann anbieten. Die Entscheidung für den Wiedereinstieg in den Leistungssport ist aus dem Gefühl heraus entstanden, dass es tatsächlich möglich ist. Im Sommer letzten Jahres habe ich als rheinland-pfälzischer Landestrainer ein Trainingslager in Berlin betreut. Dort bin ich auch selbst einmal pro Tag zusammen mit Anton Braun aufs Wasser gegangen. Unser Zweier lief super, das Rudern hat Spaß gemacht. Also habe ich ihm angeboten, nach Mainz zu kommen und gemeinsam für die Langstrecke in Dortmund im November zu trainieren. Mit dem siebten Platz haben wir uns dann für die Trainingslager in Sabaudia qualifiziert.
Was waren die Höhepunkte deiner bisherigen sportlichen Karriere? Robert Sens: Zu den Höhepunkten gehören der Weltmeistertitel im Zweier ohne Steuermann 1998 sowie zwei Weltmeistertitel im Doppelvierer 2002 und 2003. Aufgehört habe ich im Frühjahr 2008, denn nach einem Bandscheibenvorfall hatte es damals keinen Sinn, für die Olympischen Spiele im Sommer weiter zu trainieren.
Was hast du in der Zeit zwischen dem Leistungssport und deinem Wiedereinstieg gemacht? Robert Sens: Seit 2009 arbeite ich als Landestrainer des Landesruderverbands Rheinland-Pfalz und bin hauptsächlich für die Entwicklung der Nachwuchs-Leistungssportler zuständig. In den vergangenen zwei Wochen habe ich zum Beispiel ein Ski-Trainingslager des Landeskaders betreut und bin erst gestern zum Trainingslager in Sabaudia hinzu gestoßen. Viele meiner Aufgaben als Landestrainer kann ich auch von hier erfüllen. Der Job lässt sich zurzeit noch gut mit meinem persönlichen Training vereinbaren.
09.01.12 I Interview: Lena Reil
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