Harter Weg zu den dritten Olympischen Spielen


René Bertram

 
 

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...René Bertram

Knapp zwei Wochen des ersten Trainingslagers in Italien liegen jetzt hinter euch. Wie waren die vergangenen Tage?

René Bertram: Das Training ist hier auf jeden Fall deutlich anstrengender als daheim. Intensität und Umfang sind höher und wir spüren eine deutliche Erschöpfung – zum Beispiel, wenn wir im Zweier einige Belastungskilometer direkt gegeneinander fahren. Hinzu kommt, dass wir in der Regel nur an jedem vierten Tag einen trainingsfreien Nachmittag haben. Allerdings hat das Trainer- und Betreuer-Team ein Auge darauf, wie es uns körperlich geht und merkt, wann wir auch mal eine zusätzliche Pause brauchen.
Außerdem waren unsere Zweier in den letzten Tagen mit einer Messboot-Einrichtung ausgestattet. Die Aufzeichnungen unserer Trainingsfahrten haben gezeigt, wie wir uns technisch noch verbessern können. Mit diesen Ergebnissen können wir jetzt gut weiterarbeiten.

Bei der Langstrecke in Dortmund am letzten November-Wochenende hast du mit deinem Zweier-Partner Florian Eichner den dritten Platz belegt. Was sind deine Ziele für die neue Saison?
René Bertram: Die Langstrecke war ein guter Start für uns, vor allem wenn man bedenkt, dass ich in der letzten Saison noch mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Seit der Weltmeisterschaft in Bled geht es mir aber deutlich besser und ich kann wieder in vollem Umfang trainieren.
Mein klares Ziel für die Saison ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Das wären meine dritten Olympischen Spiele, die ich dann auch unbedingt mit einer Medaille beenden will! Dafür muss ich jetzt weiter an mir arbeiten und meine Leistung auf dem Ruder-Ergometer verbessern, um mich für den Achter anzubieten.

Du bist erst seit knapp zwei Jahren im Riemen-Rudern aktiv. Als Skuller bist du im Doppelvierer im Jahr 2002 Weltmeister geworden und hast 2007 die Bronzemedaille gewonnen. Wieso hast du vom Skullen zum Riemen gewechselt?
René Bertram: Auch in meiner Zeit als Skuller haben ich das Riemen-Rudern nie für mich ausgeschlossen. So bin ich zum Beispiel im Vierer ohne Steuermann auf der Junioren-Weltmeisterschaft gefahren und habe auch später immer wieder mal in einem Achter gesessen. Umgestiegen bin ich schließlich nach einem Autounfall in Jahr 2009, bei dem ich mich an der linken Schulter verletzt habe. Im Frühjahr 2010 habe ich dann angefangen, mit Florian im Zweier zu trainieren. Auf Steuerbord wird meine linke Schulter etwas entlastet, sodass ich die Verletzung heute kaum noch spüre. Demnach war der Umstieg aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung.

13.12.11 I Interview: Lena Reil