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Achter im TV
Sportlich unterwegs (WDR, vom 15.10.2011, 15 Minuten)

Vision Gold (N24, vom 28.10.2011, 22 Minuten)

Rendsburg: Achter siegt mit riesigem Vorsprung


Auch in Rendsburg im Erfolgsfahrwasser: der Deutschland-Achter.
 

 
 

Im Fahrwasser und mit dem Schwung vom Titelgewinn bei der Ruder-WM in Bled wurde der Deutschland-Achter auch beim Ruder-Marathon in Rendsburg souverän Erster und sicherte sich die Siegprämie von 10.000 Euro. Über die 12,7-Kilometer-Distanz auf dem Nord-Ostsee-Kanal distanzierte das Flaggschiff vom Dortmunder Leistungszentrum die Achter-Konkurrenz aus den USA und Australien um Längen und stellte mit 35:43,36 Minuten – ganz nebenbei noch – einen neuen Streckenrekord auf.

„Das Rennen hat eine Menge Spaß gemacht, trotz der langen Strecke. Unser ökonomischer Streckenschlag war ausschlaggebend für den so eindeutigen Rennverlauf“, meinte Eric Johannesen, der in Rendsburg die Position des Schlagmanns übernommen hatte. Kristof Wilke und drei weitere Achter-Weltmeister fehlten und wurden glänzend vertreten. Das fand auch Bundestrainer Ralf Holtmeyer: „Das war überraschend deutlich. Ich bin froh, dass sich die Neuen gut in den Achter eingefunden haben. Das sah gut aus.“ Mit den „Neuen“ meinte er vor allem Maximilian Munski und Felix Drahotta, die bei der WM noch im Zweier ohne Steuermann Platz sechs belegt hatten, und jetzt erstmals eine Bewährungschance im Deutschland-Achter erhielten. Aber auch die Großboot erfahrenen Toni Seifert und Florian Eichner passten hinein und ließen auf der Marathon-Distanz nicht locker.

Zehn Minuten lang hatten die drei Achter aus Deutschland, den USA und Australien Bord-an-Bord um die bessere Position gekämpft, dann aber zog das deutsche Paradeboot entschlossen an und fuhr den Kontrahenten gleich mehrere Längen davon. Einsam an der Spitze beherrschte das Team um Steuermann Martin Sauer das Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal, der für eine kurze Zeit extra für die Berufsschifffahrt gesperrt wurde. Vorfahrt für den Leistungssport – und unter dem großen Beifall des Publikums im Rendsburger Kreishafen überquerte der Deutschland-Achter mit dem riesigen Vorsprung von 43 Sekunden bzw. 250 Metern vor dem USA-Achter die Ziellinie unter der Eisenbahnhochbrücke.

Drei Wochen Pause haben sich die Athleten nun verdient, um dem Körper die nötige Ruhe zu geben, aber auch um die Köpfe vom Rudern frei zu bekommen. „Ich brauche auch erstmal Abstand“, gab Bundestrainer Ralf Holtmeyer zu. Am 1. Oktober erwartet er dann seine Spitzensportler wieder am Ruderleistungszentrum Dortmund. Dann sind noch genau zehn Monate Zeit bis zum großen Finale, dem Achter-Endlauf am 1. August 2012 bei den Olympischen Spielen in London.

E.ON-Hansecup in Rendsburg: 1. Deutschland-Achter (Eric Johannesen, Richard Schmidt, Lukas Müller, Toni Seifert, Maximilian Reinelt, Felix Drahotta, Maximilian Munski, Florian Eichner, Steuermann Martin Sauer 35:43,36 Minuten, 2. USA 43 Sekunden zurück, 3. Australien 1:02 Minuten zurück, 4. Niederlande 3:55 Minuten zurück.

11.09.11 I von Carsten Oberhagemann