Deutschland-Achter direkt im Rotsee-Finale


Vollgas am Start: Lukas Müller (rechts) und Richard Schmidt.
Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de


Der Deutschland-Achter auf dem Rotsee: Kristof Wilke, Florian Mennigen, Lukas Müller, Richard Schmidt, Maximilian Reinelt, Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Gregor Hauffe
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Sebastian Schmidt, Toni Seifert, Filip Adamski und Urs Käufer im Vierer ohne Steuermann.
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Was für ein spektakulärer Auftakt bei der Rotsee-Regatta in Luzern: Mit gerade einem Luftkasten Vorsprung gewann der Deutschland-Achter den Vorlauf beim Weltcup gegen den stark auftrumpfenden Achter aus den USA und zog damit direkt ins Finale am Sonntag ein.

Knapp war’s im Ziel, hochklassig und spannend ging es im Streckenverlauf zu, wo das deutsche Paradeboot noch den Vorsprung von einer halben Bootslänge halten konnte und wenigstens noch 42 Hundertstel Sekunden ins Ziel retten konnte. In Henley eine Woche zuvor war es im Halbfinale gegen den US-Achter noch eine ganze Länge. „Wir sind am Start wieder gut rausgekommen, aber auf der Strecke haben wir uns heute schwer getan“, meinte Steuermann Martin Sauer, der aber froh war, dass sein Team den Hoffnungslauf am Samstag vermeiden konnte: „Wir sind nicht glücklich, wie wir gefahren sind, aber wir sind glücklich, wie das Rennen ausgegangen ist.“

Die Konkurrenz kommt auf, versucht die Siegesserie des Deutschland-Achters, dies war jetzt Nummer 26, zu durchbrechen. Das sieht auch Bundestrainer Ralf Holtmeyer so: „Ich sage ja  schon immer: Je näher Olympia rückt, desto enger wird es in der Spitze.“ Das hat man im zweiten Vorlauf gesehen, hier schlug Holland den favorisierten englischen Achter mit einer Winzigkeit von einer Hundertstel Sekunde.

Deutlicher war der Vorlaufsieg des Vierers ohne Steuermann mit vier Achter-Weltmeistern aus den vergangenen beiden Jahren an Bord. „Wir haben uns viel vorgenommen für das Wochenende und sind bester Dinge“, sagte Schlagmann Sebastian Schmidt nach dem klaren Sieg vor Polen und Italien. Die wirklich harten Brocken, das weiß das hochmotivierte Quartett, kommen aber noch.

Richtig froh, wieder in einem Boot mit Perspektive zu sitzen, ist Filip Adamski, der nach dem Titelgewinn im Achter 2009 etwas den Anschluss verpasst hatte. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, für mich persönlich war es ein schönes Erlebnis. Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen, als wir durchs Ziel gefahren sind.“

Das Halbfinale erreichten auch die beiden Zweier Maximilian Munski/Felix Drahotta und Rene Bertram/Florian Eichner. Im gemeinsamn Viertelfinale setzten sich Munski/Drahotta gegen Bertram/Eichner durch.

Achter, Vorlauf: 1. Deutschland-Achter (Kristof Wilke, Florian Mennigen, Lukas Müller, Richard Schmidt, Maximilian Reinelt, Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Gregor Hauffe, Steuermann Martin Sauer 5:25,20 Minuten, 2. USA 5:25,62, 3. Polen 5:32,33, 4. Frankreich 5:34,55, 5. Neuseeland 5:37,09, 6. Russland 5:38,21.
Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Deutschland (Sebastian Schmidt, Toni Seifert, Filip Adamski, Urs Käufer 5:58,23 Minuten, 2. Polen 6:00,18, 3. Italien 6:01,14, 4. Tschechien 6:04,33, 5. Rumänien 6:08,55.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf 3: 1. Griechenland 6:37,05 Minuten, 2. Deutschland 2 (Rene Bertram, Florian Eichner) 6:39,63, 3. Polen 6:40,89, 4. Niederlande 2 6:43,12, 5. Russland 6:44,20.
Zweier ohne Steuermann, Vorlauf 6: 1. Deutschland (Maximilian Munski, Felix Drahotta) 6:38,19 Minuten, 2. Südafrika 6:44,27, 3. Tschechien 6:47,50, 4. USA 2 6:50,27.

Zweier ohne Steuermann, Viertelfinale: 1. Großbritannien 6:38,63 Minuten, 2. Deutschland 1 (Maximilian Munski, Felix Drahotta) 6:39,45, 3. Deutschland 2 (Rene Bertram, Florian Eichner) 6:41,64, 4. USA 1 6:44,94, 5. Spanien 6:46,25, 6. Norwegen 6:46,96.

08.07.11 I von Carsten Oberhagemann