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Daumen hoch im Hamburger Regenn: Sebastian Schmidt mit dem Deutschland-Achter. Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de
Jubel bei der verregneten Siegerehrung: Der Deutschland-Achter mit (von links) Gregor Hauffe, Urs Käufer, Florian Eichner, Florian Mennigen, Maximilian Reinelt, Lukas Müller, Toni Seifert, Sebastian Schmidt, Steuermann Martin Sauer. Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de
Sieg beim Weltcup in Hamburg: Der Vierer ohne Steuermann mit (von links) Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Richard Schmidt und Kristof Wilke. Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de
Stark im Zweier unterwegs: Maximilian Munski und Felix Drahotta. Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de
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Die Siegesserie hält an: Der Deutschland-Achter feierte im strömenden Regen von Hamburg und bei tückischem Seitenwind den 23. Erfolg auf der olympischen 2.000-Meter-Strecke hintereinander und gewann auch den zweiten Weltcup der Saison – mit einer komfortablen dreiviertel Länge vor dem polnischen Achter. Ebenfalls auf Siegkurs im hohen Norden Deutschlands war der Vierer ohne Steuermann, der sich ähnlich deutlich gegen Neuseeland durchsetzte.
„Wir haben einen sehr guten Lauf und eine hohe Stabilität in der Mannschaft. Zwölf bis 14 Athleten haben eine gute Ausgangsposition“, sagte ein zufriedener Bundestrainer Ralf Holtmeyer gut 13 Monate vor dem großen Ziel, den Olympischen Spielen in London. Bis dahin will er nach dem Achter auch den Vierer in der absoluten Weltspitze etablieren. Holtmeyer: „Beide Boote sollen sich so stark entwickeln, dass sie eine Chance haben, um die olympischen Medaillen mitzufahren.“
Im Vergleich zum Weltcup-Auftaktsieg in München hatte der Bundestrainer bei der Besetzung der Rollsitze im Achter und Vierer das Rotationsprinzip walten lassen. Vier Plätze wurden ausgetauscht, wobei Sebastian Schmidt wie bei den vergangenen zwei WM-Titelgewinnen wieder den Achter-Schlagplatz einnahm. „Das hat sehr gut getan und wir sind auch sehr zufrieden, obwohl wir mit dem englischen Achter einen besseren Maßstab gehabt hätten“, sagte Schmidt. Der gesamte britische Ruderverband hatte aufgrund der EHEC-Epidemie in Norddeutschland auf einen Start verzichtet. Zufrieden war auch Steuermann Martin Sauer: „Wir haben uns früh abgesetzt. Dafür braucht man Mut und Kraft. Die Jungs haben einen super Job gemacht.“
Der Vierer ohne Steuermann mit Kristof Wilke auf der Schlagposition setzte sich souverän und mit einer knappen Länge gegen den WM-Dritten von 2010, Neuseeland, durch. „Nach nur einer Woche gemeinsamen Trainings haben wir das Maximum rausgeholt, wobei der seitliche Schiebewind heute ein weiterer harter Gegner war. Das Steuern war meine Hauptbeschäftigung“, meinte Wilke.
Zwei starke Leistungen, die den Trainer vor eine schwierige Entscheidung stellen. Ralf Holtmeyer muss nun die Bootsbesetzungen für den dritten Weltcup auf dem Luzerner Rotsee und zuvor die Henley Royal Regatta festlegen. Holtmeyer: „Wir haben noch eine Sitzung im Trainerrat und melden dann für Luzern.“
Drahotta/Munski auf Rang zwei Den zweiten Platz belegte der Zweier ohne Steuermann mit Felix Drahotta und Maximilian Munski, die hinter den Weltmeistern aus Neuseeland Murray/Bond aber vor Südafrika und dem zweiten deutschen Zweier mit Fokke Beckmann und Daniel Makowski.
Beeindruckt war Maximilian Munski von den Neuseeländern, die das Rennen souverän gestalteten und 14 (!) Sekunden früher die Ziellinie überschritten. „Dieser Vorsprung bei dem schwierig zu rudernden Seitenwind – die Jungs haben ganz schön was auf dem Kasten. Aber auch wir haben eine Marke gesetzt und gezeigt: Wir wollen mit dem Zweier zur WM fahren.“
Denn trotz der internationalen Ausnahmeklasse der Weltmeister setzte sich das Duo im nationalen Vergleich durch und hofft nun, weiter im Zweier zu fahren. „Auf den ersten 750 Metern waren wir dran. Ich hoffe, dass wir uns durch zwei Monate pures Training noch weiter steigern können“, sagte Felix Drahotta im Hinblick auf die WM in Bled/Slowenien.
Achter, Finale: 1. Deutschland-Achter (Gregor Hauffe, Urs Käufer, Florian Eichner, Florian Mennigen, Maximilian Reinelt, Lukas Müller, Toni Seifert, Sebastian Schmidt, Steuermann Martin Sauer) 5:35,79 Minuten, 2. Polen 5:37,67, 3. Tschechien 5:39,78, 4. China 5:41,23, 5. Russland 5:45,80.
Vierer ohne Steuermann, Finale: 1. Deutschland (Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Richard Schmidt, Kristof Wilke) 5:56,54 Minuten, 2. Neuseeland 5:57,97, 3. Weißrussland 5:59,82, 4. China 1 6:03,16, 5. Tschechien 6:06,83, 6. Argentinien 6:12,15.
Zweier ohne Steuermann, Finale: 1. Neuseeland 6:20,39, 2. Deutschland 1 (Maximilian Munski, Felix Drahotta) 6:34,33, 3. Südafrika 6:35,73, 4. Deutschland 2 (Fokke Beckmann, Daniel Makowski), 6:41,24, 4. Polen 6:43,99, 6. Tschechien 6:46,92.
19.06.11 I von Carsten Oberhagemann
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