Vierer trotzt dem Wind: Direkt im Finale


Mit dem Vierer im Hamburger Finale: Kristof Wilke, Richard Schmidt, Andreas Kuffner und Eric Johannesen.
Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de


Mit Vorlaufsieg im Endlauf: Felix Drahotta (vorne) und Maximilian Munski.
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Dem tückischen Wind getrotzt: Der Vierer ohne Steuermann mit Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Richard Schmidt und Kristof Wilke erreichte beim Weltcup in Hamburg als Vorlaufsieger auf direktem Weg das Finale.

Der Wind sorgte auf der Dove Elbe für kräftigen Wellengang, der dem Quartett auf der Strecke zwar Probleme bereitete, sie aber nicht vom souveränen Sieg abhielt. Im Ziel betrug der Vorsprung auf den weißrussischen Vierer drei Sekunden. „Die erste Streckenhälfte war okay, dann aber kam der Wind ein, zweimal brutal rein“, sagte Richard Schmidt und Eric Johannesen ergänzte: „Es war schwierig, aber wir sind gut konzentriert über die Welle gekommen.“

Ähnlich sah es Trainer Werner Nowak: „Was sie können, haben sie umgesetzt. Die seitliche Welle haben sie gut gemeistert.“ Durch den Vorlaufsieg braucht der Vierer nicht am Samstag im Hoffnungslauf antreten, sondern steht direkt im Finale am Sonntag (11:17 Uhr). Neuseeland, das den zweiten Vorlauf gewonnen hat, dürfte dann der härteste Konkurrent sein. „Der Vorlauf war das erste Rennen für den Vierer in dieser Besetzung, für das Finale können sie sicher noch was draufpacken“, meinte Nowak.

Vierer ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Deutschland (Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Richard Schmidt, Kristof Wilke) 5:56,61 Minuten, 2. Weißrussland 5:59,65, 3. Polen 1 6:02,43, 4. Polen 2 6:06,20, 5. China 2 6:24,55.

Munski/Drahotta als Vorlaufsieger im Finale
Auch Maximilian Munski und Felix Drahotta fuhren im Zweier ohne Steuermann einen souveränen Sieg im Vorlauf ein und stehen ebenfalls direkt im Finale (Sonntag (10:38 Uhr). Zweiter wurde eineinhalb Sekunden dahinter Südafrika, gefolgt vom zweiten deutschen Zweier mit Fokke Beckmann und Daniel Makowski. Munski/Drahotta dominierten das Rennen vom Start an und können so zuversichtlich auf den Endlauf blicken.

Dann sind die neuseeländischen Weltmeister Murray/Bond das Maß der Dinge, gewannen sie ihren Vorlauf doch in der deutlich schnelleren Zeit (6:19,18 Minuten), über 23 (!) Sekunden vor Rang zwei (Argentinien). Im Quervergleich der beiden Vorläufe waren die Neuseeländer elf Sekunden schneller als Munski/Drahotta.

Zweier ohne Steuermann, Vorlauf: 1. Deutschland 1 (Maximilian Munski, Felix Drahotta) 6:30,05, 2. Südafrika 6:31,52, 3. Deutschland 2 (Fokke Beckmann, Daniel Makowski), 6:32,21, 4. Serbien 6:41,37, 5. Norwegen 6:41,79.

17.06.11 I von Carsten Oberhagemann