|
Grafische Darstellung, wie der Deutschland-Achter beim Weltcup in München an den Start geht
|
Zum Start der Weltcup-Rudersaison kommt es im Achter zur Neuauflage des großen Achter-Duells bei der vergangenen WM in Neuseeland: Der Deutschland-Achter trifft als Weltmeister in München-Oberschleißheim auf den WM-Zweiten aus Großbritannien. „Die Engländer sind für mich im Achter der Topfavorit für die Olympische Spiele in London“, sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer. Die seit Jahren professionelle Vorbereitung der Vollzeit-Ruderer von der britischen Insel ist für ihn der große Unterschied zu den Athleten aus dem deutschen Großboot, die neben dem Rudertraining mit bis zu 25 Stunden pro Woche noch ambitioniert studieren oder eine Ausbildung absolvieren.
„Bei der WM in Neuseeland war es schon ein knappes Rennen und jetzt werden die Briten kein anderes Ziel haben, als uns zu schlagen", erklärte Steuermann Sauer und fügte hinzu: „Sie gehen in einer Topbesetzung an den Start und haben sich im Vergleich zum Vorjahr noch verstärkt. Wichtig für uns wird sein, dass wir dagegenhalten, Ruhe bewahren und vor allem unser großes Ziel London im Blick behalten.“
Der Deutschland-Achter geht im acht Boote starken Feld in der angekündigten Besetzung und als frisch gebackener Deutscher Meister an den Start. Bundestrainer Holtmeyer gibt erstmals bei einem Weltcup den jungen Eric Johannesen (22) und Andreas Kuffner (24) eine Chance. Kristof Wilke sitzt auf der Position des Schlagmanns.
Beim folgenden Weltcup in Hamburg (17.-19. Juni) wird eine neue Kombination getestet, wobei unter anderem die Achter-Weltmeister von 2010 Sebastian Schmidt und Maximilian Reinelt im Großboot sitzen sollen. Am Wochenende zuvor bekommen alle Athleten bei der zweiten Kleinbootüberprüfung eine weitere Bewährungschance. In der Besetzung startet der Deutschland-Achter beim Weltcup in München (Finale: Sonntag, 29. Mai, 13:51 Uhr): Kristof Wilke (RC Undine Radolfzell), Toni Seifert (RTHC Bayer Leverkusen), Lukas Müller (RC Germania Düsseldorf), Richard Schmidt (RV Treviris Trier), Florian Mennigen (Ratzeburger Ruderclub), Eric Johannesen (RC Bergedorf Hamburg), Andreas Kuffner (Berliner Ruder-Club), Gregor Hauffe (RTHC Bayer Leverkusen), Steuermann Martin Sauer (Berliner Ruder-Club).
Im Vierer ohne Steuermann, der gegen 18 Boote aus anderen Nationen antritt, starten beim Weltcup in München (Finale: Sonntag, 29. Mai, 11:51 Uhr): Sebastian Schmidt (Mainzer RV), Maximilian Reinelt (Ulmer RC), Urs Käufer (Ulmer RC), Florian Eichner (HRV Böllberg/Nelson). Größter Konkurrent dürfte auch hier Großbritannien sein.
Zweier ohne Steuermann (Finale: Sonntag, 11:15 Uhr): Maximilian Munski (Lübecker RG), Felix Drahotta (Rostocker RC).
26.05.11 I von Carsten Oberhagemann
|