Tolle Stimmung beim Sieg in Essen


Große bei der Siegerehrung in Essen (von links): Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Florian Mennigen, Richard Schmidt, Lukas Müller (verdeckt) und Toni Seifert

Sieg des Deutschland-Achters bei der Hügelregatta 2011 in Essen Video



Die Stimmung schwappte mal wieder über: Bei sommerlichen Temperaturen brachte der Deutschland-Achter das Publikum am Ufer des Baldeneysees in Essen zum Kochen. Das deutsche Ruder-Flaggschiff gewann den Saisonauftakt bei der Hügelregatta mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg vor Frankreich und Tschechien.

Aus dem Training heraus war die Mannschaft von Bundestrainer Ralf Holtmeyer das Rennen angegangen, hatte schnell eine Länge Vorsprung auf die anderen Boote herausgefahren. Die zweite Streckenhälfte war aber zäh, da machte sich bemerkbar, dass das Team tags zuvor am Samstag noch 40 Trainingskilometer auf dem Dortmund-Ems-Kanal abgespult hatte. „Die Mannschaft war ein bisschen müde, aber das ist ja normal. Es war halt ein Trainingsrennen“, sagte Holtmeyer.

Mit zwei neuen Ruderern war der Achter an den Start gegangen. So testete Holtmeyer den Hamburger Eric Johannesen und den Berliner Andreas Kuffner, die auch entsprechend glücklich waren nach ihrem Wettkampfdebüt im deutschen Paradeboot: „Es hat großem Spaß gemacht, auch wenn es am Start etwas zackig war“, meinte Kuffner. Er war noch mit dem Ausrichten des Bootes beschäftigt, als die Ampel plötzlich auf Grün umschaltete. Kuffner: „Wir sind trotzdem gut weggekommen.“ Neu im Boot war auch Filip Adamski, der im Bug den zuvor erkrankten Gregor Hauffe ersetzte.

Die Athleten vom Dortmunder Leistungszentrum ruderten auf der kompletten Erfolgswelle des windanfälligen Baldeneysees. Der Vierer ohne Steuermann mit den Achter-Weltmeistern Sebastian Schmidt, Maximilian Reinelt und Urs Käufer an Bord gewann mit riesigem Vorsprung von vier Längen vor Griechenland. „Wir haben gemerkt, dass der Vierer richtig gut abgehen kann“, meinte Urs Käufer. Und das Quartett deutete an, dass die Platzvergabe im Achter längst noch nicht abgeschlossen ist. „Wir zeigen in jedem Rennen und in jeder Trainingseinheit, dass wir uns noch nicht aufgegeben haben“, sagte Sebastian Schmidt kämpferisch.

Gemeinsam legten die Athleten vom Dortmunder Leistungszentrum schließlich auch beim Rennen um den Uni-Cup am Siegersteg an. Die Studenten-Elite mit acht Achter-Weltmeistern an Bord von der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der FH Dortmund setzte sich im abschließenden 500-Meter-Vergleich klar gegen den Sieger des Boat-Races, den Oxford-Achter, durch. Sehr zur Freude des stimmungsgewaltigen Publikums, das die Ruderer zu einer Bier-Stafette animierte. Mehr als ein Becher Gebrautem war aber nicht drin, schließlich befinden sich die Ruderer erst ganz am Beginn einer Saison, in der noch weitere Erfolge folgen sollen...

08.05.11 I von Carsten Oberhagemann