
Achter im TV
Sportlich unterwegs (WDR, vom 15.10.2011, 15 Minuten)Vision Gold (N24, vom 28.10.2011, 22 Minuten)
„In der Champions League angreifen”
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Bei der 6000-Meter-Langstrecke in Leipzig sind sie allen davon gefahren, jetzt wollen sie auch bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Brandenburg (24.-26. April 2009) ganz vorne landen: Toni Seifert und Sebastian Schmidt fahren seit Dezember zusammen im Zweier, im Interview äußerte sich der 28-Jährige Toni Seifert zu dem tollen Start ins nacholympische Jahr und seinen Zielen für die Saison 2009. Hattest Du mit dem Sieg in Leipzig gerechnet, immerhin habt Ihr mit sechs Sekunden Vorsprung die Sieger von der Dortmunder Langstrecke Richard Schmidt/Kristof Wilke recht klar auf Distanz gehalten? Toni Seifert: Es hat sich angedeutet, dass es klappen kann, aber mit einem solch' guten Einstand im ersten gemeinsamen Wettkampf konnte man nicht rechnen. Wir sind aggressiv und mutig losgefahren, so dass wir schon nach 1.000 Metern fünf Sekunden Vorsprung auf die vor uns gestarteten Richard Schmidt/Kristof Wilke hatten. Danach war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, mal war der eine eine Sekunde schneller, mal der andere. Letztlich war es ein kleiner Vorteil für uns, dass wir vor ihnen starten konnten. Woher habt Ihr den Mut genommen, so aggressiv loszufahren? Immerhin lagen sechs lange Kilometer vor euch. Toni Seifert: Wir hatten gut trainiert und der Ergometer-Test am Vortag war ja auch sehr gut gelaufen. Seppo (Anm.: Sebastian Schmidt) ist mit 6:01 Minuten fast Bestzeit gefahren, und ich habe meinen Bestwert aus dem Vorjahr um 0,6 Sekunden verbessert, so dass ich jetzt in 5:59,0 zum zweiten Mal unter der Sechs-Minuten-Marke geblieben bin. Daher wussten wir, wie gut wir physisch drauf sind. Sebastian Schmidt musste sich aufgrund der Auszeit von Jochen Urban zwangsläufig einen neuen Partner suchen, Du bist jahrelang mit Gregor Hauffe im Zweier gefahren. Wie kam es dazu, dass Ihr beide euch zusammen gefunden habt? Toni Seifert: In Dortmund sollte nach der Herbst-Langstrecke jeder mit jedem fahren, um eventuell schnellere Paarungen zu finden. Und bei uns beiden hat es von Anfang an ganz gut geklappt, seit Dezember fahren wir nun zusammen. Und Ihr wollt sicher auch bei den Kleinbootmeisterschaften voll angreifen - schließlich hat Sebastian Schmidt ja seinen Titel zu verteidigen? Toni Seifert: Auf jeden Fall, aber die 2.000-Meter-Distanz ist natürlich ganz was anderes als die 6.000-Meter-Langstrecke. Und die Konkurrenz ist stark; die Hauptkonkurrenten kommen nach den bisherigen Ergebnissen aus dem gleichen Hause, was eigentlich gut ist. Denn mit Richie (Anm.: Richard Schmidt) und Kristof schaukeln wir uns täglich hoch. In welcher Bootsklasse möchtest Du in dieser Saison fahren? Toni Seifert: Das Ziel ist ganz klar der Deutschland-Achter. In den letzten Jahren hatte ich ja null Chance, im Achter zu fahren. Seit 2001 saß ich, inklusive der U23-Zeit, im Vierer - jetzt will ich auch mal in der Champions League angreifen. Der Achter ist nun einmal die Königsklasse im Riemenrudern. 13.04.09 | von Carsten Oberhagemann |

