U23-Quartett macht auf sich aufmerksam


Sieger der Dortmunder Langstrecke: Nicolai Jürgens und Felix Wimberger


Zweite bei der Dortmunder Langstrecke: Niclas Orlowski und Michael Schirmer



Der Nachwuchs klopft an die Tür der A-Nationalmannschaft. Bei der Langstrecke in Dortmund machte ein U23-Quartett auf sich aufmerksam: In Abwesenheit der Neuseeland-Fahrer, die nach der WM Ende November noch nicht wieder das Training aufgenommen hatten, siegten bei der Langstrecke im Zweier ohne Steuermann Felix Wimberger und Nicolai Jürgens vor Michael Schirmer und Niclas Orlowski. Achter-Trainer Ralf Holtmeyer hat gleich reagiert und das Quartett in die A-Trainingsgruppe integriert. Sie fahren auch mit ins Winter-Trainingslager nach Sevilla (27. Dezember bis 9. Januar).

„Sie wollen versuchen, die Ruderer aus der A-Mannschaft zu ärgern“, meinte der frühere Achter-Steuermann und jetzige U23-Trainer Peter Thiede und fügte gleich hinzu: „Lukas Müller und Max Reinelt haben es vorgemacht. Sie haben es in diesem Jahr direkt in den Achter geschafft. Warum sollte es ihnen nicht gelingen, noch auf den Zug Richtung London aufzuspringen?“

Das Duo Wimberger/Jürgens hat bei der Sechs-Kilometer-Langstrecke auf dem heimischen Dortmund-Ems-Kanal die stabile Trainingsleistung bestätigt und mit einem deutlichen Vorsprung von 14 Sekunden vor dem zweiten Duo vom Dortmunder Leistungszentrum Schirmer/Orlowski im Zweier ohne Steuermann gewonnen. Aufgrund von Krankheitsausfällen musste der Achter am Sonntag umbesetzt werden. Das Quartett siegte mit Thomas Protze, Felix Otto, Moritz Otto, Sebastian Schmidt, der kurzfristig einsprang und aushalf, und Steuermann Albert Kowert mit 14 bzw. 15 Sekunden Vorsprung vor zwei Nord-Achtern aus Hamburg/Berlin.

17.12.10 | von Carsten Oberhagemann