
Achter im TV
Sportlich unterwegs (WDR, vom 15.10.2011, 15 Minuten)Vision Gold (N24, vom 28.10.2011, 22 Minuten)
Dortmunder Dominanz: Hauffe/Mennigen holen DM-Titel
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Die Freude im Lager der Dortmunder Riemenruderer war groß: Fünf Zweier mit Athleten, die am Leistungszentrum in Dortmund trainieren, erreichten das A-Finale bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften. Riesig war der Jubel nach dem Zieleinlauf bei den Siegern: Gregor Hauffe und Florian Mennigen setzten sich mit hauchdünnem von 14 Hundertstel Sekunden gegen die Zweitplatzierten Sebastian Schmidt/Toni Seifert durch. Es war ein packendes Rennen bei starkem Gegenwind auf dem rauen Beetzsee, in dem sich gleich vier Stützpunkt-Zweier nichts schenkten. Sie ließen sich von den äußeren Bedingungen nicht abschrecken und gaben bis zum letzten Schlag alles. „Auf den letzten 750 Metern haben wir nur noch reingehalten“, meinte Mennigen, der mit Partner Hauffe auf dem letzten Streckenabschnitt von Platz drei auf eins vorfuhr. Knapp geschlagen, aber froh über den Gewinn einer Medaille waren Sebastian Schmidt/Toni Seifert als Zweite und Urs Käufer/Filip Adamski (3.). Den vierten Platz belegten Kristof/Richard Schmidt, die an der 1.500-Meter-Marke noch in Führung gelegen hatten. Mit Thomas Protze/Falk Müller (6.) erreichten fünf Dortmunder Zweier den Sechs-Boote-Endlauf. Entsprechend locker waren die Medaillengewinner, als sie am Steg anlegten. „Es ist mir noch nicht passiert, dass ich mich im Endspurt abzocken lassen habe“, sagte Urs Käufer mit einem Lächeln, schließlich saßen in den anderen Zweiern auch Athleten aus dem Vize-Weltmeister-Vierer von 2006, der durch seine Endspurtqualitäten Berühmtheit auf internationalen Gewässern erlangt hat. Und Sebastian Schmidt „erfreute“ sich ungekannter Schmerzen: „Jetzt weiß ich, wie heftig Beine nach einem Endspurt brennen können.“ Sie gaben alles – und alle durften sich als Sieger fühlen. Trotzdem ist überhaupt nicht sicher, dass die stärksten Riemen-Ruderer auch in den prestigeträchtigen Deutschland-Achter kommen. Der neue Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes, Hartmut Buschbacher, will in den kommenden zwei Jahren den internationalen Schwerpunkt auf die Klein- und Mittelboote legen, also den Zweier und Vierer. Nur so könne ein starker Achter mit Blickrichtung Olympia 2012 gebildet werden, argumentiert der Verband. Die Konsequenz: Das Flaggschiff ist nicht mehr Prioritätsboot Nummer eins. Dieser neue Weg des Verbandes stößt in Dortmund auf wenig Gegenliebe. „Wir wollen Achter fahren“, sagen die Athleten unisono und der ehemalige Stützpunktleiter Klaus Walkenhorst , der weiterhin für die Vermarktung zuständig ist, erklärte: „Der Verband versucht, eine sinnvolle Achterbildung in Dortmund zu verhindern, und legt uns etliche Steine in den Weg, ein leistungsstarkes Premiumprodukt Deutschland-Achter zu formen.“ Männer, Zweier ohne Steuermann, A-Finale: 1. Gregor Hauffe/Florian Mennigen (RTHC Bayer Leverkusen/Ratzeburger RC) 7:00,31 Minuten, 2. Toni Seifert/Sebastian Schmidt (RTHC Bayer Leverkusen/Mainzer RV) 7:00,45, 3. Urs Käufer/Filip Adamski (Ulmer RC/Mannheimer RG Baden) 7:02,04, 4. Kristof Wilke/Richard Schmidt (RC Undine Radolfzell/RV Treviris Trier), 5. Ole Rückbrodt/Martin Rückbrodt (Der Hamburger und Germania Ruder Club) 7:11,05, 6. Thomas Protze/Falk Müller (Potsdamer RG/RC Hamm) 7:15,70 26.04.09 | von Carsten Oberhagemann |

