Vierer fährt am WM-Finale vorbei

Finale verpasst: Der Vierer ohne Steuermann mit (von links) Florian Eichner, Urs Käufer, Jochen Urban und Rene Bertram.

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Der Vierer ohne Steuermann hat den Finaleinzug verpasst. Im Hoffnungslauf kamen Rene Bertram, Jochen Urban, Urs Käufer und Florian Eichner nur auf Platz drei hinter den Vierern aus den USA und Italien ins Ziel. Die schnellste Startzeit nach 500 Metern und Platz zwei bei Streckenhälfte reichten nicht, denn der italienische Vierer flog auf dem dritten Streckenabschnitt geradezu an dem deutschen Team vorbei.

„Wir haben uns vor dem Rennen gut gefühlt und hatten alle gut Power. An der Fitness lag es nicht, und technisch hat es sich auch gut angefühlt“, sagte Urs Käufer, dessen Team im Endspurt noch einmal alle Kräfte mobilisierte, aber an die Italiener aber nicht mehr herankam: „Es ging nicht mehr vorwärts, was wir uns nicht erklären konnten.“

Den fehlenden Vorlauf machte der Vierer als Ursache für das Verpassen des Finals aus. Aufgrund einer defekten Schraube am Steuerschuh von Schlagmann Florian Eichner hatte die Crew schon nach 300 Metern Fahrt rausnehmen müssen. „Der Vorlauf hat uns gefehlt, wir haben nicht in den Regatta-Rhythmus gefunden“, meinte Käufer und Eichner ergänzte: „Das war höhere Fügung. Mit einem vollen Vorlauf wäre das heute ein anderes Rennen geworden."

DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher: „Der Vierer hat die Italiener zu spät gesehen. Das war ein taktischer Schnitzer. Sie haben auch dem Endspurt zu wenig Gewicht beigemessen. Das Boot hatte sich gut auf die WM vorbereitet, von dem Ergebnis bin ich überrascht.“

Vierer ohne Steuermann, Hoffnungslauf: 1. USA 6:15,59 Minuten, 2. Italien 6:16,19, 3. Deutschland (Rene Bertram, Jochen Urban, Urs Käufer, Florian Eichner) 6:17,41, 4. China 6:24,82, 5. Kanada 6:27,96.

03.11.10 | von Carsten Oberhagemann