Achter mit Vorlaufsieg direkt ins WM-Finale
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Kraftvoll am Start: der Deutschland-Achter bei der WM auf dem Lake Karapiro mit (von links) Steuermann Martin Sauer, Sebastian Schmidt, Toni Seifert, Lukas Müller, Richard Schmidt, Kristof Wilke, Maximilian Reinelt und Gregor Hauffe. Florian Mennigen vor dem Start. Erleichtert und froh: ristof Wilke Offizielle Webseite der WM 2010
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Die Siegesserie auf der olympischen 2.000-Meter-Strecke reißt nicht ab: Der Deutschland-Achter gewann bei der WM in Neuseeland den Vorlauf vor dem überraschend starken Gastgeber-Achter und zog damit direkt ins Finale ein, das am Sonntag (15.38 Uhr Ortszeit, 3.38 Uhr MEZ, live im ZDF) ausgetragen wird. „Vor dem Rennen waren wir schon extrem nervös. Nach der langen Pause war es schwer, unsere eigene Leistung einzuschätzen. Außerdem wussten wir nicht, wo die Gegner stehen“, sagte Toni Seifert und ergänzte: „Als das Startsignal ertönte, war die Nervosität wir weggeblasen.“ Der Deutschland-Achter ging mit einer schnellen Startzeit von 1:19 Minuten auf den ersten 500 Metern in Führung vor China und Olympasieger Kanada. Doch es war ein anderes Boot, das dem deutschen Ruder-Flaggschiff das Leben schwer machte. Der neuseeländische Achter, der schon in Henley im Finale stand, schlich sich auf der Außenbahn heran und lag bei 1.500 Metern knapp mit einem Luftkasten vorn. Doch der deutsche Achter, der erstmals mit den Farben des neuen Hauptsponsors Wilo ein Rennen betritt, reagierte auf diesen Überraschungsangriff mit einem starken Endspurt und siegte mit knapp einer Sekunde Vorsprung. Es schien, als habe die lautstarke Unterstützung von der gut gefüllten Tribüne mit über 5.600 Zuschauern am dritten Regattatag eher dem deutschen Team als den Gastgebern geholfen. „Wir hatten gedacht, dass die Kanadier der stärkste Gegner sein werden. Doch die Neuseeländer haben überrascht“, sagte Florian Mennigen und Steuermann Martin Sauer ergänzte: „Das gesamte Nationalteam von Neuseeland macht hier bei der WM einen fitten Eindruck. Da ist es ein gutes Zeichen, dass wir noch am Ende an denen vorbei gefahren sind.“ Den zweiten Vorlauf gewann Großbritannien mit komfortablem Vorsprung von gut zweieinhalb Sekunden vor Australien. Dahinter landeten die Achter aus den USA, den Niederlanden und Russland. Der britische Achter war eine Sekunde langsamer als der Deutschland-Achter, auf den ersten 500 Metern wie insgesamt. Weitere Stimmen Maximilian Reinelt: „Bei leichtem Schiebewind, der von der Seite herein kam, hatten wir gute und faire Bedingungen. Mit allen Zwischensprints, die alle gut kamen, haben wir ordentlich Dampf gemacht. Neuseeland hat seine Chance gewittert, aber wir haben am Ende noch einmal Druck gemacht. Der Sieg war wichtig, so bekommen die anderen kein Oberwasser.“ Sebastian Schmidt: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen. Im Vorfeld hatten wir am ehesten mit Kanada gerechnet, aber Neuseeland hat überrascht. Kanada war schwächer als erwartet. Das war ein schönes Rennen, das sehr viel Spaß gemacht hat und ein gutes Gefühl für Sonntag gibt. Wir freuen uns darauf, wenn die stärksten Kontrahenten dann neben auf den Bahnen neben uns liegen. Wir sind auf Kurs und blicken selbstbewusst auf das Finale.“ Ralf Holtmeyer: „Ich habe eher mit den Kanadiern gerechnet, aber die Neuseeländer haben überrascht. Es ist ein gutes Zeichen, dass wir stabil sind und die anderen Schwankungen haben. Es ist aber nicht so einfach, wenn plötzlich ein Gegner auftaucht, den man nicht auf der Rechnung hat. Wenn wir uns im Finale noch steigern, haben wir eine gute Chance am Sonntag zu gewinnen. Es ist bemerkenswert, dass wir seit zwei Jahren ungeschlagen sind.“ Achter, Vorlauf: 1. Deutschland (Gregor Hauffe, Maximilian Reinelt, Kristof Wilke, Florian Mennigen, Richard Schmidt, Lukas Müller, Toni Seifert, Sebastian Schmidt, Steuermann Martin Sauer) 5:24,62 Minuten, 2. Neuseeland 5:25,40, 3. China 5:28,39, 4. Kanada 5:29,61, 5. Polen 5:31,46, 6. Ukraine 5:53,55. Zweier mit Steuermann, Bahnverteilungsrennen: 1. Australien 6:55,11 Minuten, 2. Deutschland (Maximilian Munski, Filip Adamski, Steuermann Albert Kowert), 3. Italien 6:56,46, 4. USA 6:58,18 02.11.10 | von Carsten Oberhagemann |


