Achter und Vierer sind Europameister


Gold für den Deutschland-Achter (oben von links): Sebastian Schmidt, Toni Seifert, Lukas Müller, Kristof Wilke, Gregor Hauffe, Florian Mennigen, (unten von links) Steuermann Martin Sauer, Richard Schmidt und Maximilian Reinelt
Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de


Gold für den Vierer ohne Steuermann (von links): Florian Eichner, Urs Käufer, Jochen Urban und Rene Bertram
Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de

Der Weltmeister ist auch Europameister: Der Deutschland-Achter fuhr bei der EM in Montemor-o-Velho/Portugal nach 5:51,94 Minuten souverän den Titel vor den Großbooten aus Polen und der Ukraine ein.

Gleich mit den ersten kraftvollen Schlägen setzte sich das deutsche Ruder-Flaggschiff von der Konkurrenz ab und auf den ersten 500 Metern mit einer Länge ab. Diesen Vorsprung verteidigte das Team trotz einsetzendem starken Gegenwind über die Strecke und gewann am Ende mit einer Dreiviertel Länge vor dem polnischen Achter, der im Vorjahr in Poznan WM-Vierter geworden war. „Wir haben wieder Tritt gefasst nach der langen Pause seit dem Weltcup-Finale in Luzern “, sagte Trainer Ralf Holtmeyer, der mit dem Rennverlauf zufrieden war: „Das war ein gutes Rennen. Wir sind auf der olympischen 2.000-Meter-Strecke weiter ungeschlagen und werden uns jetzt die sieben Wochen bis zur WM in Neuseeland nutzen, um für die Gegner aus der Welt gewappnet zu sein.“

 Zum Europameister-Titel fuhr auch der Vierer ohne Steuermann. Florian Eichner, Urs Käufer, Jochen Urban und Rene Bertram siegten eineinhalb Sekunden vor den fast zeitgleichen Vierern aus Griechenland (2.) und Tschechien (3.).

Ein packendes Duell auf der ersten Streckenhälfte lieferte sich das deutsche Quartett aber mit den Franzosen, die bei der 1.000-Meter-Marke noch eine Sekunde vorn lagen. „Wir waren immer einen Luftkasten zurück. Mit einem 10er-Zwischenspurt kamen wieder aber gleich auf. Am Ende sind die Franzosen irgendwann eingegangen“, sagte Jochen Urban, der hinzufügte: „Es hat riesig Spaß gemacht. Der Titel ist eine gute Bestätigung für uns auf dem Weg nach Neuseeland.“ Auch Florian Eichner war überglücklich: „Schon im Vorlauf lief es deutlich besser noch beim Weltcup in München. Durch das Trainingslager in Breisach haben wir einen richtigen Schub nach vorne bekommen.“ Und Rene Bertram ergänzte: „Wir sind im Training durch viele Täler gegangen, aber letztlich hat sich das alles gelohnt.“

12.09.10 | von Carsten Oberhagemann