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Achter im TV
Sportlich unterwegs (WDR, vom 15.10.2011, 15 Minuten)

Vision Gold (N24, vom 28.10.2011, 22 Minuten)

Weltmeister-Achter bleibt in der Erfolgsspur


Mit dem Siegerpokal: der Deutschland-Achter mit Gregor Hauffe, Maximilian Reinelt, Kristof Wilke, Florian Mennigen, Richard Schmidt, Lukas Müller, Toni Seifert, Sebastian Schmidt, Steuermann Martin Sauer

Der Weltmeister-Achter fährt weiter in der Erfolgsspur: Beim Weltcup in München siegte der auf zwei Positionen umbesetzte Deutschland-Achter bei seiner Saison-Premiere souverän mit einer Länge Vorsprung vor den Großbooten aus China und Großbritannien.

„Unser Ziel war dieser klare Sieg, um alle Zweifel an dem Achter auszuschließen“, freute sich Steuermann Martin Sauer, der die Mannschaft bis ins Ziel kräftig anfeuerte. Das war auch nötig, denn die Chinesen gaben bis zum letzten Schlag nicht auf. Doch deren Angriffsversuche wehrte das deutsche Team immer wieder bravourös ab, entsprechend erschöpft überquerten sie die Ziellinie. Kraft zum Jubeln hatten die Athleten aber noch, ihrem Steuermann ersparten sie angesichts der kühlen Temperaturen von zehn Grad Celsius aber den obligatorische Wurf ins kühle Nass.

„Die Mannschaft hat mir sehr gut gefallen. Darauf können wir aufbauen“, sagte Achter-Trainer Ralf Holtmeyer. Schließlich hatte die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt nach der langen Selektionsphase nur zwei Wochen Zeit zum Einfahren. „Das war ein gutes Rennen. Um in Neuseeland ganz oben zu stehen, müssen wir aber noch hart arbeiten“, sagte Schmidt. Denn einige Gegner, die man bei der WM im November auf der Rechnung haben muss, fehlten noch mit ihren Achtern in München: Olympiasieger Kanada, der WM-Dritte Niederlande, Australien und die USA. Einige von ihnen werden bei den nächsten Auftritten des Deutschland-Achter Anfang Juli erwartet: bei der Traditionsregatta in Henley/England und auf dem Rotsee in Luzern.

Weitere Stimmen
Gregor Hauffe: „Die Chinesen sind wie wir am Start gut rausgekommen. Wir sind aber ruhig geblieben und haben sie machen lassen. Wir haben dem Rennen unseren Stempel aufgedrückt und die Konter der Chinesen auch am Ende des Rennens angewehrt. Nach erst zwei Wochen gemeinsamen Trainings war es ein guter Saisonauftakt.“

Maximilian Reinelt: „Das war der Knaller, grandios. Mein erster Weltcup, dann gleich im Achter und schließlich auch noch gewonnen. Was will man mehr? Ich freue mich auf die nächsten Sachen, die mit dem Achter kommen. Während des Rennens hatte ich ein ganz sicheres Gefühl. Die Gegner konnten machen, was sie wollten. Sie kamen nicht ran.“

Sebastian Schmidt: „Die Chinesen waren ein guter Gegner zum Üben. Sie haben uns geholfen, dass wir unseren inneren Schweinehund überwinden konnten.“

Martin Sauer: „Das Rennen war für die Mannschaft sehr anstrengend. Da war sehr viel Zug hinter. Trotz des Sieges haben wir noch einiges zu verbessern.“

Wiederholungen bei Europsport
Eurosport zeigt Wiederholungen vom Weltcup in München am Sonntag (18.15 bis 19 Uhr) und Montag (15.45 bis 17 Uhr).

Weltcup in München, Achter, Finale: 1. Gregor Hauffe, Maximilian Reinelt, Kristof Wilke, Florian Mennigen, Richard Schmidt, Lukas Müller, Toni Seifert, Sebastian Schmidt, Steuermann Martin Sauer 5:44,22 Minuten, 2. China 5:47,29, 3. Großbritannien 5:50,39, Polen 5:50,53, 5. Kroatien 5:54,01, 6. Ukraine 5:54,67.

Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Rene Bertram, Jochen Urban, Urs Käufer, Florian Eichner 6:10,07, 2. Neuseeland 2 6:10,12, 3. Serbien 1 6:11,48, 4. Hendrik Bohnekamp, Andreas Kuffner, Anton Braun, Bastian Bechler 6:13,10, 5. Australien 3 6:15,27, 6. China 2 6:19,48.

Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Australien 6:49,81, 2. Polen 6:51,05, 3. Thomas Protze/Felix Drahotta 6:56,36, 4. Ungarn 6:57,38, 5. Ägypten 7:07,98, 6. Ukraine 7:11,47.

20.06.10 | von Carsten Oberhagemann