Der Startschuss fällt auf dem Baldeneysee


Es geht wieder los: Die Ruderer starten in die Wettkampf-Saison.


Im vergangenen Jahr siegte der Deutschland-Achter auf dem Baldeneysee.


Im Vierer ohne Steuermann findet eine interne Ausscheidung statt. Eine Formation besteht aus Felix Brummel, René Schmela, Paul Schröter und Laurits Follert.


Auch Nico Merget und Malte Daberkow gehen ins Rennen.







 

Der erste Auftritt des Deutschland-Achters im neuen Jahr findet auf dem Baldeneysee statt: Bei der 100. Internationalen Hügelregatta in Essen am 12./13. Mai stellt sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes erstmals der internationalen Konkurrenz. Außerdem gehen zwei Vierer und ein Zweier ohne Steuermann an beiden Tagen an den Start, um die letzten Plätze für die nationalen Boote festzumachen.

Erstmals seit dem SH Netz-Cup Mitte Oktober 2017 tritt die Achter-Crew, die unbesiegt durch die vergangene Saison gegangen ist und sich mit dem Weltmeistertitel belohnt hat, wieder gemeinsam in einem Wettkampf an. Die Erfolge der Vergangenheit zählen nun nicht mehr – Johannes Weißenfeld, Felix Wimberger, Maximilian Planer, Torben Johannesen, Jakob Schneider, Malte Jakschik, Richard Schmidt, Hannes Ocik und Steuermann Martin Sauer sind aber voll motiviert, neue Geschichte zu schreiben. „Wir sind alle froh, dass es wieder losgeht. Alle sind positiv gestimmt und wollen ihre neue Aufgaben angehen. Uns stehen spannende Monate bevor“, sagt Bundestrainer Uwe Bender.

Polen, China und Frankreich kommen
Mit der traditionsreichen Hügelregatta wird die Wettkampf-Saison eingeläutet, in den nächsten zwei Monaten folgen die drei Weltcups, bevor im August und September die Europa- und Weltmeisterschaften stattfinden. In Essen trifft der Deutschland-Achter am Samstag in Essen auf Polen, die mit zwei Großbooten an den Start gehen, China, Frankreich und den deutschen U23-Achter. Am Sonntag erweitern drei weitere U23-Achter das Feld.

Wimberger: „Den Vorsprung nicht hergeben“
„Das wird die erste kleine Standortbestimmung. Wir wollen das umsetzen, was wir im tagtäglichen Training erarbeitet haben. Und da herrscht ein gutes Niveau. Dadurch, dass es sich um das identische Team wie in der letzten Saison handelt, können wir auf einem ganz anderen Level einsteigen“, meint Bender. Weltmeister Felix Wimberger sieht es ähnlich: „Unsere große Stärke ist, dass wir als Team unheimlich gut miteinander arbeiten. Das wollen wir noch konsequenter machen, um unseren Vorsprung nicht herzugeben. Wir wissen, dass uns nichts in den Schoss fällt.“

Ausscheidung im Vierer und Zweier
Insgesamt zehn Ruderer aus dem weiteren Kreis des Team Deutschland-Achter treten am Samstag und Sonntag in verschiedenen Kombinationen in je zwei Vierern und einem Zweier an. Bei ihnen steht die interne Ausscheidung klar im Vordergrund, denn die Rollsitze für den nationalen Vierer und Zweier ohne Steuermann werden noch vergeben. Laurits Follert, Paul Schröter, René Schmela, Felix Brummel, Peter Kluge, Felix Drahotta, Malte Großmann, Finn Schröder, Nico Merget und Malte Daberkow stellen sich der Herausforderung.

Viedt: „Optimale Besetzung finden“
„Es ist jetzt richtig Spannung drin, alle sind fokussiert“, sagt Bundestrainer Christian Viedt, der sich gemeinsam mit Tim Schönberg um den nationalen Vierer und Zweier kümmern wird: „Wir haben das Ziel ausgegeben, in diesen Bootsklassen wieder weiterzukommen. 2006 waren wir mit dem Vierer das letzte Mal bei der WM in den Medaillenrängen. Da wollen wir wieder hin. Dafür müssen wir die optimale Besetzung finden.“

Wechselnde Besetzungen
In Essen bilden am Samstag Brummel, Schmela, Schröter und Follert den ersten Vierer, Daberkow, Merget, Kluge und Drahotta den anderen. Am Sonntag wechseln die Formationen auf Brummel/ Schmela/ Kluge/ Drahotta und Großmann/ Schröder/ Schröter/ Follert. Gemeldet sind außerdem Tschechien, Polen, China, Schweiz, Ungarn, die Niederlande, sechs U23-Vierer und mit Wolf Niclas Schröder, Eric Johannesen, Anton Braun und Paul Gebauer ein Hamburg-Berliner Quartett, das sich aus eigener Initiative zusammengefunden hat.

Spannende Rennen verspricht auch das Feld in der Zweier-Konkurrenz, wo unter anderem Argentinien, Ungarn, Tschechien, die Niederlande und China gemeldet haben. Im Zweier ohne Steuermann darf sich Samstag das Duo Großmann/Schröder beweisen und am Sonntag das Duo Daberkow/Merget.


Zeitplan für die 100. Internationale Hügelregatta in Essen am 12./13. Mai 2018:
Deutschland-Achter: Samstag, 16.05 Uhr (Finale); Sonntag, 10.25 Uhr (Vorlauf), 15.25 Uhr (Finale).
Vierer ohne Steuermann: Samstag, 10.40 Uhr (Vorlauf), 14.30 Uhr (Finale); Sonntag, 8.50 Uhr (Vorlauf), 12.10 Uhr (Finale).
Zweier ohne Steuermann: Samstag, 09.30 Uhr (Vorlauf), 12.50 Uhr (Finale); Sonntag, 9.40 Uhr (Vorlauf), 14.00 Uhr (Finale).


11.05.2018 | von Felix Kannengießer