Der Rotsee in Luzern: Ein Blick vom Schwimmbad auf den Start
Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de

Rotsee in Luzern: "Göttersee" mitten in der Natur

Der Rotsee ist ein natürlicher, ca. 2,5 km langer See. Er ist rings von Bergen umgeben, die für windgeschützte und äußerst faire Bedingungen auf der Regattastrecke sorgen. Deshalb und wegen des wunderschönen den See umgebenden Naturschutzgebietes ist er die Lieblingsstrecke der meisten Ruderer der Welt und wird deshalb respektvoll gern „Göttersee“ von den Ruderern genannt.

Auf dem Rotsee in Luzern trifft sich seit Beginn des professionellen Wettkampfruderns die Weltklasse. Bis zur Einführung von regelmäßigen Welt- und Europameisterschaften war die Rotsee-Regatta neben der Henley Royal Regatta wohl die wichtigste Ruderveranstaltung auf der Welt.  Der Sieg auf dem Rotsee war schon immer eine besondere Auszeichnung, welche die Zugehörigkeit zur Weltspitze den Gegnern offenkundig machte und entsprechend begehrt. Auch deshalb gilt bis heute der Sieger auf dem Rotsee als Titelkandidat für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele.

Darum war der Rotsee auch für die Geschichte des Deutschlandachters prägend und bildete immer wieder den Hintergrund vor dem sich große Erfolge und tragische Niederlagen des Achters die Klinke in die Hand gaben.

So fanden 1962 die ersten Ruderweltmeisterschaften in Luzern statt, welche der Deutschland-Achter prompt für sich entschied. In den Jahren 2000 und 2008 erlitt er auf dem Rotsee zwei seiner schlimmsten Niederlagen, aber genauso auch 2001 und 2009 seine fast wundersame Wiederauferstehung.

Auf Grund der Prestigeträchtigkeit und dem enormen Zuschauerinteresse findet seit 1997, nahezu jedes Jahr, das Weltcup-Finale im Rahmen der Rotsee-Regatta statt.


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