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Achter im TV
Sportlich unterwegs (WDR, vom 15.10.2011, 15 Minuten)

Vision Gold (N24, vom 28.10.2011, 22 Minuten)

Vom Bug bis zum Heck: Die Plätze im Achter und ihre Bedeutung

Platz 1 - Bugmann
Im Bug bewegt sich ein Achter während der Fahrt am unruhigsten und ist gleichzeitig im so genannten Blumenkasten am schmalsten. Zudem bildet der Bugmann bei schlechtem Wetter eine Art menschlichen Windfang für den Rest der Mannschaft. Seine Aufgabe ist es, entsprechend die dadurch von außen wirkenden Unruhefaktoren nicht in den Mannschaftsrhythmus zu tragen, dabei jedoch selbst noch optimal am Vortrieb mitzuwirken. Zum Ausfüllen dieser Position darf es an Gelassenheit, einer gewissen Härte und Durchhaltevermögen nicht fehlen.


Platz 2 - Verzahnung
An der Verzahnungsstelle braucht es sehr viel Koordination und noch mehr innere Ruhe. Das Boot bewegt sich sehr stark auf und ab und behindert damit den Ruderschlag. Die dadurch entstehende Unruhe darf der „Verzahner“ jedoch nicht in Richtung Heck weitertragen. Gleichzeitig muss er aber auch noch dafür Sorge tragen, dem Bugmann einen ständigen Anschluss an das Mannschaftsgefüge zu ermöglichen.


Platz 3 - Verbindungsträger
Der Verbindungsträger sorgt dafür, dass die Arbeit an der Verbindungsstelle des Achters Früchte trägt. Ihm obliegt es, ob sich der im Heck des Achters vorgegebene Rhythmus bis in den Bug entfalten kann. Auf diesem Platz ist die Vorgabe des Schlagmanns schon schwer zu spüren und gleichzeitig die Bootslage noch relativ ruhig, so dass es schwer fällt, nach dem Gefühl zu rudern. Entsprechend ist viel Aufmerksamkeit und hohe Ausgeglichenheit von technischer Fähigkeit und physischer Stärke gefragt.


Platz 4 - Verbindung
Der „Verbinder“ bildet mit der Co-Übernahme ein festes Team. Zusammen entscheidet ihre Leistung darüber, ob in entscheidenden Phasen des Wettkampfs der Achter weiterhin eine Einheit bildet. An der Verbindung braucht es hohe Einsatzbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit, um der sehr ermüdenden Arbeit gerecht zu werden.


Platz 5 - Co-Übernahme
Der Co-Übernehmer bildet für den Co-Schlagmann das Pendant zum Übernehmer. Gleichzeitig bildet er aber mit dem Verbinder ein Team, welches dafür Sorge trägt, dass der Achter während des Rennens an der Trennstelle nicht in mehrere Teile zerfällt. Die Aufgabe auf Co-Übernahme ist physisch sehr anspruchsvoll und erfordert viel Konstanz in der Ruderarbeit.


Platz 6 - Übernahme
Der Übernehmer gibt zum einen den vorgebenden Schlag an die Mannschaft weiter, zum anderen ist er derjenige der im Freilauf und Durchzug dem Schlagmann, besonders in schwierigen Situationen, den Rücken frei hält. Er ist sozusagen der Überlebensgarant des Schlagmannes. Die Übernahmeposition braucht daher ein hohes Maß an technischer Qualität, verbunden mit Zuverlässigkeit und Kampfkraft.


Platz 7 - Co-Schlagmann
Der Co-Schlagmann ist der erste Übernehmer des Schlages und gleichzeitig derjenige, welcher der dem Schlagmann entgegen gesetzten Bootsseite den Schlag vorgibt. Er muss den vorgebenden Schlag sozusagen spiegelbildlich übertragen. Er benötigt daher ein hohes Maß an Koordination und Anpassungsfähigkeit.


Platz 8 - Schlagmann
Der Schlagmann gibt die Frequenz und den Rhythmus des Ruderschlages den anderen vor. Da er außer dem Steuermann niemand vor sich hat, kann er ihn theoretisch frei gestalten, jedoch zeichnet es einen guten Schlagmann aus, einen Rhythmus zu finden, den die Mannschaft effektiv aufzunehmen vermag.


Steuermann
Der Steuermann führt die Mannschaft durch das Training und den Wettkampf. Dabei wirkt er nach Möglichkeit so auf die Mannschaft ein, dass das Gefüge zwischen den Plätzen optimal funktioniert. Im Rennen soll er der Mannschaft den Weg zum Abrufen ihrer Möglichkeiten frei machen, indem er taktisch und methodisch die richtigen Maßnamen ergreift. Nebenbei ist er für den geraden Kurs des Bootes auch bei schwierigen Bedingungen verantwortlich. Von ihm erwartet man vor allem Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft.